Gastgeber erzielt Sieg gegen Rumänen

Schnellcheck zum Auftaktspiel der EM: Franzosen siegen dank Payet 2:1

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Torschützen unter sich: Olivier Giroud (links) und Dimitri Payet sicherten den Franzosen den angestrebten Auftaktsieg. 

Kassel. Ein spätes Tor hat Turnier-Gastgeber Frankreich bei der Fußball-Europameisterschaft den erhofften Auftaktsieg gebracht. Gegen die durchaus unbequeme Elf aus Rumänien gab es so vor 80.000 Zuschauern in Paris so einen 2:1-Erfolg. Unser Schnellcheck:

Ist zum Auftakt alles ruhig geblieben?

Ja. Rund um das Stade de France im Pariser Vorort Saint-Denis, wo die blutigen Terroranschläge vom 13. November 2015 begonnen hatten, wurden die 80 000 Zuschauer von mehr als 2000 Sicherheitskräften und Polizisten scharf kontrolliert - nicht einmal, nicht zweimal. Nein, dreimal.

Und wie war die Atmosphäre im Stadion?

Die gut achtminütige Eröffnungsfeier war genauso stimmungsvoll, wie es sich für ein solches Ereignis gehört. Gänsehaut-Momente? Auf jeden Fall. Etwa, als eine der bekanntesten Melodien des deutsch-französischen Komponisten Jacques Offenbach erklang und unzählige Frauen daraufhin in farbigen Kostümen den Can-Can, den traditionellen Tanz, aufführten.

Wie war denn das Eröffnungsspiel?

Ob Frankreichs Torwart Hugo Lloris mal im berühmten Varieté Moulin Rouge in Paris zu Gast war und gesehen hat, wie ein Can-Can getanzt wird, ist nicht bekannt. Aber wie er in der vierten Minute seine Beine hochwarf, um gegen den frei vor ihm auftauchenden Bogdan Stancu zu klären, ließ darauf hindeuten.

Wer gedacht hatte, die Rumänen könnten nur gut verteidigen, wurde schnell eines Besseren belehrt. Denn: Sie gingen das Tempo mit. Es entwickelte sich ein gutes Spiel, wobei die Franzosen die nächsten guten Gelegenheiten hatten: Zunächst köpfte Olivier Giroud knapp links vorbei (19.), dann wuchtete Antoine Griezmann einen Abpraller per Kopf an den Pfosten (14.).

Es war bei den Gastgebern längst nicht alles Gold was glänzte. Doch der Führungstreffer wäre nicht unverdient gewesen. Zumal Griezmann (36.) und Giroud (45. +2) weitere Großchancen vergaben.

Das erste Ausrufezeichen im zweiten Durchgang setzte wieder Rumänien: Stancu verzog diesmal nach herrlicher Brustannahme (48.). Nachdem Superstar Paul Pogba (56.) auf der Gegenseite noch Pech im Abschluss hatte, durften die Franzosen Sekunden später endlich jubeln: Giroud per Kopf (57.). Die Vorentscheidung? Nein. Denn: Nicolae Stanciu wird im Strafraum von Patrice Evra gefoult, und den fälligen Strafstoß verwandelt wer? Genau, Bogdan Stancu (64.). Einen Treffer hätte der Angreifer vorher schon leichter haben können.

Als einiges auf ein Remis hindeutete, schlug Dimitri Payet zu. Mit dem linken Fuß traf er herrlich ins linke Tordreieck.

Wer konnte sich zum Auftakt hervor tun?

Die Franzosen haben einige tolle Fußballer in ihren Reihen. Doch Dimitri Payet, 29 Jahre alt, von West Ham United war ein echter Aktivposten, sorgte mit seinen Flanken - wie vor dem 1:0 - ständig für Gefahr und sicherte mit einem perfekten Schuss in den Winkel kurz vor Ende den Auftaktsieg der Gastgeber.

Gab es den besonderen Moment?

Wenn die Franzosen ihre Nationalhymne, die Marseillaise, schmettern, dann wird es emotional. Das war auch vor dem ersten Anstoß bei dieser EM so: Da hat wirklich jeder mitgesungen. Und es wurden auch zwei richtige Hymnen abgespielt. Bei der zurzeit stattfindenden Copa America in den USA war dies ja bislang nicht selbstverständlich.

Wie war die Fernsehübertragung im ZDF?

Für die Reporter gilt an den ersten Tagen das Gleiche wie für die EM-Teilnehmer: Man weiß noch nicht, wo man leistungsmäßig steht. Doch Béla Réthy - um mal im Fußball-Jargon zu bleiben - hat gut ins Turnier gefunden. Und das nicht nur, weil er die Namen des rumänischen Torwarts Ciprian Tatarusanu sowie dessen Vordermannes Vlad Chiriches durchweg korrekt aussprach.

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