Rekordpokalsieger spielt zu Hause

Pokal-Auslosung: Halbfinalpartien stehen fest

DFB Pokal
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Die Halbfinalpartien des DFB Pokals sind ausgelost worden.

Köln -  Timo Glock als "Losfee" in der Sportschau hat die Halbfinal-Paarungen für den DFB-Pokal ausgelost. Der FC Bayern darf zu Hause antreten. Die Spiele finden am 16. und 17. April statt.

Der VfL Wolfsburg stellt sich Rekordgewinner Bayern München als letzte Hürde vor dem Pokalfinale in Berlin in den Weg. Die Niedersachsen müssen am 16. oder 17. April allerdings zum Halbfinale im DFB-Pokal nach München reisen. Im zweiten Semifinale empfängt der VfB Stuttgart den SC Freiburg. Das ergab die Auslosung mit dem früheren Formel-1-Piloten und künftigen DTM-Fahrer Timo Glock als „Glücksfee“ am Sonntag in der ARD-Sportschau. Das Endspiel steigt am 1. Juni traditionell in der Hauptstadt.

„Ich hatte einen Wunsch: ein Heimspiel. Zum Glück ist es so gekommen“, sagte Bayern-Trainer Jupp Heynckes zufrieden: „Allerdings müssen wir sehr aufpassen. Wolfsburg ist unberechenbar. Wir müssen sehr konzentriert spielen und eine Top-Leistung abliefern, ums ins Endspiel einzuziehen“.

Erleichterung, den Bayern aus dem Weg zu gehen, dürfte sich nach der Auslosung in Stuttgart und Freiburg breitmachen. „Im Halbfinale gibt es keine leichten Lose mehr“, sagte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic zum kommenden Gegner. „Aber ich bin ehrlich, ich bin froh, dass es nicht die Bayern geworden sind.“ Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia kann im eigenen Stadion gegen den Sportclub das Finale in Berlin am 1. Juni erreichen. Die Halbfinals finden am 16. und 17. April statt.

Auch VfB-Trainer Bruno Labbadia freute sich über das Los. „Ein Derby im Halbfinale, das passt. Dazu freue ich mich, dass wir ein Heimspiel haben.“ Seine Mannschaft kann im eigenen Stadion gegen den Sportclub das Finale in Berlin am 1. Juni erreichen. Die Halbfinals finden am 16. und 17. April statt.

Stuttgart freut sich aber besonders über das Heimrecht.„Freiburg spielt bisher eine gute Saison, doch mit unseren tollen Fans im Rücken wollen wir natürlich ins Finale einziehen“, meinte Kapitän Serdar Tasci.

Stuttgart und Freiburg drücken Bayern die Daumen

Sollten die Bayern das Finale erreichen, wäre der Endspiel-Gegner wegen der Münchner Teilnahme an der Champions League automatisch für die Europa League qualifiziert. Wolfsburg, das 1995 sein einziges Finale als Zweitligist gegen Borussia Mönchengladbach verlor (0:3), winkt der erstmalige Gewinn des DFB-Pokals. Freiburg, das erstmals in der Vorschlussrunde steht, hofft gar auf den ersten Final-Einzug. Stuttgart gewann den Cup dreimal, zuletzt 1997 mit dem heutigen Bundestrainer Joachim Löw und stand zwei weitere Male im Endspiel (zuletzt 2007).

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Die Bayern hatten im Viertelfinale Doublegewinner Borussia Dortmund besiegt (1:0), Freiburg gewann beim Liga-Rivalen FSV Mainz 05 (3:2 n.V.), Wolfsburg beim Drittligisten Kickers Offenbach (2: 1), Stuttgart gegen den Zweitligisten VfL Bochum (2:0).

sid/dpa