Leverkusen mit 1:1 in Monaco

Mutig, schnell, schön: Dortmund spielt 2:2 gegen Madrid - der "Champions League"-Schnellcheck

Schütze des späten Ausgleichs: André Schürrle feiert den Treffer zum 2:2. Foto: dpa

Der Superstar und sein Team waren zu Gast in Dortmund. Cristiano Ronaldo und Real Madrid kamen zum Champions-League-Kracher. 

Die Borussia spielte mutig, schön und schnell. Das 2:2 am Ende war mehr als verdient. Bayer Leverkusen spielte in Monaco 1:1. Der Schnellcheck:

Wie war das Spiel gegen Real in Dortmund?

Es begann so, dass der Zuschauer gleich wusste: Er ist da. Keine zwei Minuten waren gespielt, da nahm Ronaldo erstmals Cowboy-Haltung ein. Und klar, dann wird es brenzlig. Dann wird die Kugel gleich abgefeuert. Roman Bürki aber war schneller. Dortmunds Torhüter parierte den Freistoß.

Und die Borussia, die spielte danach frech. Sie spielte schön. Sie hatte Chancen. Durch Schüsse von Gonzalo Castro, von Pierre-Emerick Aubameyang, von Dembele.

Doch sie zahlte auch Lehrgeld. Ein Konter reichte Real für die frühe Führung. Toni Kroos trieb den Ball. Gareth Bale spielte ihn mit der Hacke. Und wer versenkte ihn im Netz? Ja doch! Ronaldo. 0:1 – der Dämpfer für Dortmund schon in der 17. Minute.

Die Gastgeber steckten das aber weg. Und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich. Verdient, in der Entstehung aber auch glücklich. Raphael Guerreiros Freistoß klatschte Torhüter Navas nur ab, das Leder prallte gegen Raphael Varane und wäre auch so ins Tor gegangen, Aubameyang hielt aber zur Sicherheit noch mal die Schuhspitze dran.

Cristiano Ronaldo

Nach dem Wechsel ging es munter weiter. Chance für Dembele. Chance für Aubameyang. Mutige Dortmunder. Und der nächste Dämpfer. Nach einer Ecke drückt Vavrane das Leder als letzter Abnehmer mit dem Kopf über die Linie (68.). Vavrane? Genau. Der Pechvogel vom 1:1. Dortmund benötige dann eine Weile. Dortmund schüttelte sich. Und Dortmund wurde belohnt. In der 87. Minute trifft André Schürrle nach toller Vorarbeit von Christian Pulisic. Das 2:2 war dann auch der Endstand.

War das Ergebnis denn auch gerecht?

Nein, es war eher noch unglücklich für die Borussia, die für einen couragierten und sehenswerten Auftritt durchaus auch mit einem Sieg hätte belohnt werden können. Dortmund war ja nicht schlechter als das große Real. Spielerisch setzten die Gastgeber manches Glanzlicht. Aber: Effektivität ist auch eine Kunst des großen Fußballs. Und diese Effektivität zeigten eben die Madrilenen.

Wie war diesmal die Laune von Ronaldo?

Fing natürlich gut an mit einem so frühen Tor. Da strahlte er, der Superstar, der am Wochenende noch ein Wüterich war. Nach seiner Auswechslung im Ligaspiel hatte Ronaldo den Rohrspatz gegeben, auf der Bank unentwegt geschimpft. Diesmal durfte er bis zum Schluss spielen. Ärger gab es trotzdem. Kurz vor der Pause nämlich, als Ronaldo per Kopf traf, der Linienrichter aber die Abseitsfahne hob. Da schüttelte er den Kopf, da wedelte der Zeigefinger ein „Nein, Nein“. War aber ein „Ja“. Ronaldo stand einen halben Meter abseits.

Kurze Konferenzschaltung: Was war eigentlich in Monaco los?

Sagen wir es mal so: lange nicht besonders viel. Bei der deutschen Konferenzschaltung des Bezahlsenders Sky war es Reporter Jonas Friedrich phasenweise fast peinlich, sich in das Spektakel aus Dortmund zu schieben. Irgendwann sagte er den Satz: „Wäre ich Besucher eines Spielcasinos, dann würde ich es mal mit der Null probieren.“ Das wollte sich Bayer Leverkusen dann aber doch nicht gefallen lassen. Nach einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte übernahm der Bundesligist in den zweiten 45 Minten nach und nach das Kommando. Für die Belohnung sorgte der, der schon am Wochenende in Mainz dreimal traf: Javier Hernandez, kurz Chicharito, nickte in der 74. Minute mit dem Köpfchen ein. Mit dem Sieg wurde es trotzdem nichts, denn in der Nachspielzeit traf Kamil Glik. So ein Pech.

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