Strafe folgt auf den Fuß

Eto'o: Der arroganteste Elfmeter aller Zeiten

Samuel Eto'o (Nummer 9) scheiterte an Ron-Robert Zieler
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Samuel Eto'o (Nummer 9) scheiterte an Ron-Robert Zieler

Moskau - Samuel Eto'o ist am Donnerstagabend beim Europa-League-Spiel zwischen Anschi Machatschkala und Hannover 96 für den vielleicht arrogantesten Elfmeter aller Zeiten bestraft worden.

Wer sich den Ball schnappt, um für sein Team einen Elfmeter zu schießen, braucht Selbstbewusstsein. Schließlich entscheidet der Schütze über Tor oder nicht, vielleicht sogar über Sieg, Remis oder Niederlage.

Für Samuel Eto'o stellen sich solche Fragen offenbar gar nicht. Diesen Eindruck erweckt zumindest sein Strafstoß von Donnerstagabend in der Europa-League-Partie zwischen Anschi Machatschkala und Hannover 96.

Der Stürmer, der früher beim FC Barcelona zauberte, legte sich beim Stand von 2:1 für die Russen in der 58. Minute den Ball zurecht und nahm dann 15 Meter Anlauf.

Was folgte, war der vielleicht arroganteste Elfmeter aller Zeiten. Wie ein Spaziergänger trottete der Kameruner zunächst sekundenlang Richtung Ball, verschärfte erst im Sechzehner das Tempo, stoppte ab, nahm noch mal an Fahrt auf und schoss erst dann. 

"Er geht zum Punkt, er schreitet wie ein König ... superarrogant! Superarrogant! Superarrogant!", kommentierte Jörg Dahlmann bei "Kabel 1" fast fassungslos.

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst Ihr beherrschen!

An alle Fußballer: Diese Jubel müsst Ihr beherrschen!

Die Quittung für seine Überheblichkeit bekam Eto'o postwendend durch Ron-Robert Zieler. Der 96-Keeper blieb eiskalt, tauchte in das linke Eck ab und entschärfte den halbhohen Schuss.

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kim