Deutschland verliert 1:3 gegen die Slowakei

Schnellcheck zum Länderspiel: Pleite nach Wasserschlacht

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Da spritzt es: Deutschlands Nationalspieler Mario Götze (Mitte) versucht mit seinem slowakischen Gegenspieler Martin Skrtel (links) und den Bedingungen fertig zu werden. Slowakei-Torwart Matus Kozacik muss vorerst nicht eingreifen.

Kassel. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Testspiel gegen die Slowakei 1:3 (1:2) verloren. Unser Schnellcheck zum Spiel:

Das war er also, der erste Test der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der heißen Phase der Vorbereitung auf die Europameisterschaft. Vor 22 110 Zuschauern in der Augsburger WWK-Arena verlor der Weltmeister gegen die Slowakei 1:3 (1:2). 

Lässt sich diese Partie überhaupt richtig bewerten?

Nein. Höchstens die ersten 45 Minuten. In der zweiten Hälfte glich dieses Spiel eher einer Wasserschlacht. Denn pünktlich zur Halbzeitpause ging über Augsburg ein Unwetter nieder. Blitz, Donner Hagel - das ganze Programm. Kurzzeitig stand das Spiel sogar auf der Kippe. Danach war an Kombinationsspiel nicht mehr zu denken. Es spritzte, der Ball stoppte plötzlich - kuriose Bedingungen. Unter diesen Umständen hätten besser die deutschen Wasserballer ein Testspiel absolviert.

Dann blicken wir eben kurz auf die erste Hälfte: Wie viel Test steckte in den ersten 45 Minuten?

Im Vorfeld wurde von der deutschen B-Elf gesprochen. So bekamen etwa Torwart Bernd Leno und die Youngsters Joshua Kimmich und Leroy Sane ihre Chance. Aber dafür sind solche Tests ja nun mal da. Die Slowaken hingegen schickten annähernd ihre erste Elf ins Rennen.

Wie präsentierte sich denn der zweite Anzug?

Von wegen B-Elf! Die Mannschaft agierte vom Start weg äußerst clever. Bundestrainer Joachim Löw hatte das DFB-Team taktisch hervorragend eingestellt. Es bestimmte das Geschehen. Das war schön anzusehen. Doch nur Mario Gomez traf - ein Foulelfmeter in der 13. Minute. Es war sein 27. Länderspieltor. Ansonsten: Nach 36 Minuten hatte Deutschland zehn Torschüsse auf dem Konto. Die Slowaken nur einen Versuch.

Und warum lag die DFB-Elf zur Halbzeit 1:2 zurück?

Ganz einfach: Erstens, weil sie ihre zahlreichen Möglichkeiten liegen ließ. Zweitens, weil der slowakische Superstar vom SSC Neapel, Marek Hamsik, in der 41. Minute nicht angegriffen wurde und ein Traumtor erzielte. Und drittens, weil Michal Duris nach einer Ecke unbedrängt einköpfen durfte (44.).

Welche Erkenntnisse kann Löw mitnehmen?

So bitter es für Marc-André ter Stegen klingen mag: Der Bundestrainer sollte sich ernsthaft überlegen, ob er an dem Keeper festhält. ter Stegen und die Nationalelf - das passt einfach nicht zusammen. Der Torwart vom FC Barcelona kam zur zweiten Hälfte und patzte prompt. Wieder einmal im Adlerdress. Ein harmloser Schuss von Juraj Kucka rutschte ihm zum 1:3 durch die Beine (52.).

Wer waren die Glückspilze dieses Spiels?

Aus deutscher Sicht kommen da nur drei Spieler infrage: Sami Khedira, Gomez und Leno. Alle drei durften nach 45 Minuten duschen und mussten nicht mehr durch die Pfützen flitzen.

Was bleibt sonst in Erinnerung von diesem Abend?

Zum einen, dass der Weltmeister mit den Bedingungen in der zweiten Hälfte überhaupt nicht zurechtkam und fast keine Chance mehr herausspielte. Zum anderen, dass die beiden Julians, Brandt und Weigl nämlich, bessere Verhältnisse für ihr Debüt verdient gehabt hätten. Und: eine richtig gute erste Hälfte.

Wie war die Live-Übertragung in der ARD?

Nach sieben Minuten machte Steffen Simon folgende Feststellung: Die Tschechen würden gar nicht so agieren, wie es die Scouts vorhergesagt hätten. Nun ja, könnte daran gelegen haben, dass da Slowaken auf dem Platz standen. Aber Schwamm drüber. Ansonsten war der ARD-Mann gewohnt souverän. Oder anders ausgedrückt: Bela Rethy hat gar nicht so kommentiert, wie wir es erwartet hätten.

Zudem Kompliment an Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl - die beiden haben die extrem lange Halbzeitpause kurzweilig gestaltet.

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