Schweinsteiger trifft per Kopf

Der FC Bayern siegt und ist Deutscher Meister

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Die Bayern-Stars jubeln: Dank eines Treffers von Bastian Schweinsteiger sicherte sich der Rekordmeister den Titel.

Frankfurt/Main - Mit dem 13. Auswärtssieg der Saison haben sich die Rekordjäger von Bayern München die 23. deutsche Fußball-Meisterschaft gesichert.

Durch das 1:0 (0:0) bei Eintracht Frankfurt ist der Tabellenführer mit nun 75 Punkten an den verbleibenden sechs Spieltagen nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen - und kann seine volle Konzentration auf die weiteren möglichen Titel im DFB-Pokal und der Champions League richten.

Mit dem Titelgewinn unterboten die Bayern zudem ihren eigenen Rekord als frühester Meister der 50-jährigen Bundesliga-Geschichte. Der überragende Bastian Schweinsteiger brachte das Team von Trainer Jupp Heynckes per Traumtor in Führung. Der Nationalspieler traf per Hacke aus kurzer Distanz (52.).

In der ersten Halbzeit hatte David Alaba die Chance zum 1:0 noch vergeben, als er einen Foulelfmeter an den Pfosten schoss. Zuvor hatte Marco Russ Nationalspieler Thomas Müller zu Fall gebracht. Seine bisherigen zwei Elfmeter hatte der Österreicher in dieser Saison sicher verwandelt.

Die Bayern machten von Beginn an klar, dass sie als Meister zum Viertelfinal-Rückspiel in der Champions League bei Juventus Turin am Mittwoch reisen wollen. Vor 51.500 Zuschauern in der seit Wochen ausverkauften Arena dauerte es vier Minuten, ehe Arjen Robben im Frankfurter Strafraum für Gefahr sorgte - dem letzten Zuspiel auf Müller fehlte aber die Genauigkeit. Sechs Minuten später traf Xherdan Shaqiri, der den verletzten Toni Kroos vertrat, aus gut 20 Metern den Pfosten.

Frankfurt, das auf die Leistungsträger Pirmin Schwegler und Alex Meier verzichten musste, tat sich in der Anfangsphase äußerst schwer, sich vom Pressing der Gäste zu befreien. Zwar hatte Heynckes prophezeit, es werde am Main „keinen Spaziergang“ geben - zu sehen war davon herzlich wenig.

Immer wieder fand der Rekordmeister Lücken in der Frankfurter Abwehr, nutzte die gegebenen Räume aber lange zu wenig. Heynckes hatte seine Champions-League-Elf vom Hinspiel gegen Turin (2:0) auf fünf Positionen verändert. Top-Torjäger Mario Mandzukic (15 Treffer) rotierte dabei auf die Tribüne, der seit Wochen bestens aufgelegte Franck Ribery auf die Bank - viel weniger Torgefahr strahlten die Ersatzmänner Mario Gomez und Robben jedoch auch nicht aus.

Immer wieder stellte der starke Shaqiri, der zuvor von seinem Trainer als „außergewöhnlicher Spieler“ geadelt wurde, die Frankfurter Abwehr vor Probleme. Seinen Schuss nach 15 Minuten hielt Eintracht-Keeper Oka Nikolov sicher. Der Torwart-Oldie, der mit 14 abgewehrten Schüssen vom November 2007 immer noch den Rekord gegen München hält, war auch zur Stelle, als Gomez in der 36. Minute vor ihm auftauchte.

Nach der Pause zeigten sich beide Teams unverändert: Bayern drängte auf das entscheidende Tor, Frankfurt konnte kaum dagegenhalten. Sebastian Jung, der kurz zuvor seinen Vertrag bei der Eintracht verlängert hatte, rettete nach 51 Minuten vor Robben, ehe Schweinsteiger nach Vorarbeit von Philipp Lahm die Weichen stellte. In der Schlussphase verstärkten die Hessen noch einmal den Druck, Srdjan Lakic scheiterte an Nationaltorwart Manuel Neuer (79. ), Takashi Inui verfehlte nur um Zentimeter das Tor (81.).

Beste Spieler der Bayern waren Schweinsteiger und Shaqiri, bei Frankfurt überzeugten Jung und mit Abstrichern Sebastian Rode.

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SID