Vieles spricht für den Bebraner

Nach Rüdigers Ausfall hat sich Löw offenbar für Mustafi entschieden

Ein Platz in der Startelf:? Shkodran Mustafi steht bereit. Foto: dpa

Kassel. Er wird wohl spielen. Bis zum späten Dienstagabend sah es so aus, als würde Shkodran Mustafi das erste Spiel der deutschen Mannschaft gegen die Ukraine auf der Reservebank erleben. Dann aber zog sich Antonio Rüdiger seine schwere Knieverletzung zu, und plötzlich war ein Platz in der Abwehrkette frei.

Jetzt spricht sehr viel dafür, dass der in Bebra aufgewachsene Mustafi zu den elf Spielern zählen wird, die beim deutschen EM-Auftakt die Startelf bilden. Kaum noch umstritten ist auch, dass der 24-Jährige auf seiner Lieblingsposition als Innenverteidiger ran darf. Innenverteidiger war Shkodran Mustafi in der gerade zu Ende gegangenen Saison in insgesamt 44 Spielen für den spanischen Erstligisten FC Valencia.

Wer den Bebraner etwas näher kennt, der weiß, dass er wegen Rüdigers Missgeschick unglücklich war, aber jetzt muss er sich natürlich auf seine eigene Aufgabe konzentrieren. Willkommener Nebeneffekt: Für die Mustafi-Fans in dieser Region wird die EM nun noch ein bisschen interessanter . Übrigens: Vor zwei Jahren, kurz vor der WM in Brasilien, zählte Shkodran Mustafi nicht zu den 23 Auserwählten. Dann verletzte sich der bereits nominierte Marco Reus, und Bundestrainer Joachim Löw holte für den Dortmunder Stürmer Abwehrspieler Mustafi, der damals noch für Sampdoria Genua kickte. In Brasilien wurde der gebürtige Bad Hersfelder prompt in die Startelf berufen und erst von einer Verletzung gestoppt. Als Weltmeister fühlt er sich dennoch völlig zurecht.

Vermutlich werden seine Mitspieler in der Abwehrkette Jerome Boateng, Benedikt Höwedes und Jonas Hector heißen. Boateng wird Mustafis Nachbar in der Innenverteidigung sein, Höwedes soll die rechte Außenbahn beackern, und Hector auf der linken Seite sowohl defensiv als auch offensiv aktiv sein.

Auf Mustafis Auftritt aber werden vor allem seine Fans in Bad Hersfeld, Bebra und Rotenburg gespannt sein. In seiner Heimatstadt Bebra kickte Mustafi im Kindesalter, ehe er nach Rotenburg wechselte. Den SV Rotenburg aber verließ er schon mit 14, weil er längst beschlossen hatte, eine Profilaufbahn einzuschlagen. Die erste Station war der HSV, aber schon den 17-Jährigen zog es ins Ausland. Beim FC Everton war Mustafi zunächst Jugendspieler, ehe er zu den Profis aufrückte. Von 2012 bis 2014 war der italienische Erstligist Sampdoria Genua eine Zwischenstation, ehe sich der FC Valencia Mustafis Dienste sicherte.

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