Heute Bayern gegen Bremen, 20.30 Uhr/ARD

Start der Bundesliga: Elf Dinge, die Spannung versprechen

Isländische Jubelvariante während der EM: Gucken sich die deutschen Fans die Wikinger-Anfeuerung ab? Foto:  dpa

Kassel. Die Sommerpause ist zu Ende. Mit der Partie des Meisters Bayern München gegen Werder Bremen startet heute die Fußball-Bundesliga (20.30 Uhr/ARD). Prominente Trainerwechsel, spektakuläre Neuverpflichtungen und interessante Projekte – die 54. Spielzeit hat beste Unterhaltung zu bieten. Elf Dinge, die Spannung versprechen:

1. Die Treffen mit dem Ex: Wenn es gegen den ehemaligen Klub geht, steckt viel Brisanz in der Partie. Besonders interessant wird es am elften Spieltag, wenn der FC Bayern München bei Borussia Dortmund zu Gast ist – Mats Hummels zurück im Signal Iduna Park. Außerdem: Auf Dortmunder Seite spielt wieder Mario Götze, der mit seinem Ex auf den Ex trifft. Besser geht’s nicht. Ungeachtet dessen werden zahlreiche Trainer an jenen Wirkungsstätten antreten, wo sie bis vor Kurzem für Erfolg gesorgt hatten, zum Beispiel: Leipzigs Ralph Hasenhüttl in Ingolstadt, Augsburgs Dirk Schuster in Darmstadt und Schalkes Markus Weinzierl in Augsburg – da ist Spannung garantiert.

2. Die Haltbarkeit von Ancelottis Kaugummi: Apropos Trainer: Im Blickpunkt steht natürlich der neue Bayern-Coach Carlo Ancelotti. Zum Stressabbau beißt der Italiener gern wild und energisch auf einem Kaugummi herum. Kommt viel Stress auf ihn zu? Wird der Kaugummi halten?

3. Die Projekte im Westen und Osten: Der BVB mit Trainer Thomas Tuchel setzt in dieser Saison mehr denn je auf Talente aus ganz Europa. Das Projekt hat es in sich. Nicht weniger spannend ist die Frage, wie sich Neuling RB Leipzig schlägt – immerhin mal wieder ein Klub aus dem Osten der Republik. Trotzdem: Das Projekt des Brauseherstellers wird sicher nicht von jedem begrüßt.

4. Die Elfmeterschützen beim 1. FC Köln: Jonas Hector war im Elfer-Krimi gegen Italien bei der Europameisterschaft am Ende der Held. Wird der Linksfuß nun der Stammschütze beim 1. FC Köln? Sagen wir es vorsichtig: Da gibt es sichere Kandidaten.

5. Die Atmosphäre auf Schalke: Die jüngere Vergangenheit des FC Schalke war geprägt von Unruhe und Querelen. Mit dem neuen Manager Christian Heidel und dem neuen Trainer Markus Weinzierl hoffen sie nun in Gelsenkirchen auf etwas Ruhe.

6. Die Interviews von Christian Streich: In Zeiten glattgebügelter Aussagen, die als Einschlafhilfe taugen, ist Freiburgs Trainer Christian Streich ein Geschenk. Warum? „Man verändert sich immer, weil man ja Stoffwechsel hat. Man ist ja nicht tot.“ Darum.

Ein Renner bei Whatsapp: Diese Fotomontage macht aktuell beim Kurznachrichtendienst die Runde – und beschreibt treffend die Gefühlslage der Fußballfans.

7. Die Frage, wie viel Island in der Liga steckt: Isländer sorgten bei der EM mit ihrem Wikinger-Jubel für Furore. Gucken sich die deutschen Anhänger das Hu der Nordeuropäer ab? Wird jetzt auch in der Bundesliga gehut? Mit dem Augsburger Alfred Finnbogason steckt ja schon ein bisschen Island in der Liga.

8. Der Einsatz der Technik: Gibt es bald mehr Schiedsrichter als Spieler? In diesem Jahr startet der Videobeweis in eine Testphase. Zunächst werden die Unparteiischen auf den Job als Videoassistent vorbereitet, haben aber keinen Kontakt zu den Schiris auf dem Rasen.

9. Das Abschneiden der Nordhessen: Das sind Yunus Malli (Mainz), Marc Stendera (Frankfurt), Marvin Friedrich (Augsburg) und André Schubert (Trainer von Gladbach). Malli will an seine starke Vorsaison anknüpfen. Stendera befindet sich mal wieder in der Reha nach einem Kreuzbandriss. Marvin Friedrich hofft nach seinem Wechsel von Schalke zu Augsburg auf mehr Einsatzzeit. Und auf André Schuberts Gladbacher darf man gespannt sein, wenn sie diese Saison von Beginn an punkten.

10. Die Jagd nach Rekorden: Acht Minuten und 59 Sekunden – so lange brauchte Münchens Robert Lewandowski Anfang des Jahres, um den Ball fünfmal im Wolfsburger Gehäuse unterzubringen. Ein Rekord für die Ewigkeit? Im Fußball ist nichts unmöglich. Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang hätte auf jeden Fall das Tempo, es in dieser Zeit oft genug vor das gegnerische Tor zu schaffen.

11. Das Warten auf den Herbstmeister: Den wird es in diesem Jahr nämlich nicht geben. Der 17. Spieltag findet erst vom 20. bis zum 22. Januar statt. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ist die Bundesliga herbstmeisterlos.

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