2. Bundesliga

VfB gewinnt Derby beim KSC - Bochum stoppt Heidenheim

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Simon Terodde (l.) traf für den VfB.

Karlsruhe - Absteiger VfB Stuttgart hat im brisanten badisch-schwäbischen Derby beim Karlsruher SC auf dem Weg zurück in die Bundesliga einen wichtigen Sieg gelandet.

Die Mannschaft von Trainer Hannes Wolf gewann verdient mit 3:1 (1:0) und verbesserte sich auf den zweiten Tabellenplatz der 2. Liga. Der KSC muss sich weiterhin nach unten orientieren.

Der Japaner Takuma Asano erzielte im ersten Pflichtspiel der beiden Kontrahenten seit 2009 bereits in der 10. Minute die Führung für den VfB. Simon Terodde gelang nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung per Kopf das 2:0 (46.). Moritz Stoppelkamp verwandelte nach Handspiel von Emiliano Insua einen Strafstoß (51.) sicher zum zwischenzeitlichen 1:2. Der in der 77. Minute eingewechselte Alexandru Maxim (86.) stellte den Endstand her.

Von Beginn an entwickelte sich vor 27.930 Zuschauern im ausverkauften Wildpark ein intensives Ländle-Derby mit vielen Zweikämpfen, aber wenig spielerischem Glanz - und den besseren Chancen für den VfB.

Karlsruhes Keeper Dirk Orlishausen verhinderte aber weitere Gegentreffer. Der KSC glich Defizite mit viel Einsatz aus. Doch auch die Stuttgarter kamen der Aufforderung ihres Kapitäns Christian Gentner, der in der 66. Minute nur die Latte traf, nach: "Wir brauchen elf Männer, die sich wehren."

Rund 2000 Polizeibeamte waren bei diesem Hochsicherheitsspiel im Einsatz. Direkt vor und während der brisanten Partie war es halbwegs friedlich geblieben.

Im Vorfeld des Derbys hatten jedoch unsägliche Plakate von KSC-Anhängern für Schlagzeilen gesorgt. Karlsruhes Präsident Ingo Wellenreuther stellte sogar Strafanzeige gegen Unbekannt. "Wir sind entsetzt über dies Hassplakate. Damit wurde eindeutig eine Grenze überschritten und zur Gewalt aufgerufen", sagte er.

Bochum stoppt Heidenheimer Höhenflug

Der VfL Bochum hat seine Heimstärke in der 2. Fußball-Bundesliga unterstrichen und zugleich den Höhenflug des 1. FC Heidenheim beendet. Mit 2:1 (2:0) blieben die Westfalen auch im sechsten Saisonspiel im eigenen Stadion unbesiegt und stellten mit 16 Punkten den Anschluss an die Aufstiegsplätze wieder her. Der FCH wiederum rutschte nach zuvor sieben Partien ohne Niederlage vom zweiten auf den sechsten Rang ab (19).

Peniel Mlapa traf nach sechs Minuten vor 14.729 Zuschauern zur Bochumer Führung. Zudem holte der Angreifer nach einer halben Stunde einen Strafstoß heraus, den VfL-Kapitän Felix Bastians (31.) zur Zwei-Tore-Führung für das Team von Trainer Gertjan Verbeek verwandelte. Erst ein Eigentor von Pawel Dawidowicz (49.) brachte die Gäste von Schwäbischen Alb wieder heran.

Gegen die beste Defensive der Liga (fünf Gegentore aus den ersten zehn Spielen) schlug Bochum vor der dem Seitenwechsel zweimal eiskalt zu. Heidenheim benötigte vier Tage nach dem Pokal-Aus gegen den VfL Wolfsburg trotz größerer Spielanteile die Schützenhilfe der Bochumer, um im Spiel Fuß zu fassen. Gegen defensiv zunehmend verunsicherte Hausherren scheiterte Dominik Widemann in der 56. Minute an der Latte. Bochum sorgte fast nur noch über Konter für Entlastung.

3:1 gegen Würzburg: Hannover bereit fürs Derby gegen Braunschweig

Bundesliga-Absteiger Hannover 96 ist bereit für das große Derby bei Eintracht Braunschweig. Die Mannschaft von Trainer Daniel Stendel gewann am elften Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga gegen die Würzburger Kickers glücklich, aber verdient mit 3:1 (0:1) und tankte damit Selbstvertrauen für das Duell mit dem Erzrivalen und Tabellenführer Braunschweig in der nächsten Woche.

Martin Harnik (59., Foulelfmeter) und Felix Klaus (69.) drehten nach einer schwachen ersten Hälfte für Hannover die Partie, nachdem Elia Soriano (24.) Würzburg zunächst in Führung gebracht hatte. Das Spiel fand seinen dramatischen Höhepunkt in der Nachspielzeit, als 96-Torhüter Samuel Sahin-Radlinger einen Foulelfmeter von Richard Weil (90.+3) hielt, den er mit einem ungestümen Einsatz selbst verursacht hatte. In der sechsten Minute der Nachspielzeit beseitigte Harnik mit dem 3:1 dann die letzten Zweifel.

Die "Roten" spielten vor 31.200 Zuschauern zwar nicht so furios auf wie unter der Woche beim 6:1 im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf, doch dank einer kämpferisch starken Vorstellung gelang am Ende doch noch der erste Sieg nach zuletzt zwei Liga-Pleiten in Serie.

Hannover hat mit nun 20 Punkten wieder den Relegationsplatz erobert, Trainer Bernd Hollerbach und seine Würzburger rangieren weiter im oberen Mittelfeld.

sid

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