U23-Coach übernimmt

VfL Wolfsburg entlässt Trainer Dieter Hecking

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Dieter Hecking ist mehreren Medienberichten zufolge nicht mehr Trainer des VfL Wolfsburgs. 

Wolfsburg - Einen Tag nach der Niederlage gegen RB Leipzig trennt sich der VfL Wolfsburg von Trainer Dieter Hecking.

Der VfL Wolfsburg hat sich von Trainer Dieter Hecking getrennt. Einen Tag nach der 0:1-Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen Aufsteiger RB Leipzig zog der Club die Konsequenzen aus dem schwachen Saisonstart.

Vorerst soll U23-Coach Valérien Ismaël das Mannschaftstraining des Tabellen-14. leiten und das Team auch auf die Ligapartie bei SV Darmstadt 98 am Samstag vorbereiten. Die erste Übungseinheit unter dem ehemaligen Profi soll am Dienstagnachmittag stattfinden. 

"Menschlich tut mir dieser Schritt sehr leid. Es war eine große Freude, mit Dieter Hecking und Dirk Bremser zusammenzuarbeiten. Nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen sind wir zu der Entscheidung gekommen, durch einen Wechsel auf der Cheftrainerposition dem Team neue Impulse zu geben", ließ Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs mitteilen.

Dritter norddeutscher Verein wirft den Trainer raus

Damit hat sich auch der dritte norddeutsche Bundesliga-Club von seinem Coach getrennt. Zuletzt hatten Werder Bremen und der Hamburger SV ihre Übungsleiter Viktor Skripnik und Bruno Labbadia beurlaubt.

Allofs hatte am Sonntag nach der dritten Saisonniederlage ein Bekenntnis pro Hecking verweigert. Erstmals hatte es in der Volkswagen-Arena auch „Hecking-raus“-Rufe durch die Fans gegeben.

In diesem Jahr hat der deutsche Meister von 2009 nur 25 Punkte in 24 Spielen geholt. In dieser Spielzeit sind es gerade einmal sechs Zähler. Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Profis. Sieben Akteure wurden für rund 50 Millionen abgegeben.

Vier Jahre und zahlreiche Erfolge - Heckings Bilanz in Wolfsburg

Das Training des kriselnden Clubs am Montag leitete Hecking noch. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung. „Es macht keinen Sinn, eine Erklärung in die eine oder andere Richtung abzugeben“, sagte Allofs.

Hecking reagierte nüchtern auf die Entscheidung: "Natürlich bin ich enttäuscht, aber es gehört als Trainer in diesem Geschäft dazu, dass man mit einer Trennung rechnen muss, wenn die Erfolge ausbleiben." In der Vergangenheit hatte Wolfsburgs Sportchef noch nie einen Trainer beurlaubt. Hecking selbst hatte seine Engagements in Lübeck, Aachen und Hannover selbstständig beendet.

Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs geholt worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings größter Erfolg in Wolfsburg war der DFB-Pokalsieg im Jahr 2015 mit dem Sieg gegen Borussia Dortmund sowie die Vizemeisterschaft in der gleichen Saison hinter Rekordmeister FC Bayern München.

Danach sorgten die Wolfsburger auch in der Champions League für Aufsehen, scheiterten 2015 im Viertelfinale an Real Madrid. Anschließend ging es bergab, in der Liga verpassten die Niedersachsen vergangene Saison die internationalen Plätze. Auch die Verpflichtung von Nationalstürmer Mario Gomez zu Beginn der neuen Spielzeit brachte keine Wende. Der Verlust des Belgiers Kevin De Bruyne, der im Sommer 2015 für 75 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt war, konnte trotz aller Investitionen bislang nicht kompensiert werden.

dpa/sid/sr

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