Erste Option als Ersatz

Hummels fällt wohl aus: Jetzt ist Mustafi gefragt

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Shkodran Mustafi ist zwar Abwehrspieler, kann's aber offenbar auch artistisch.

Santo André - Mats Hummels muss weiter pausieren, sein Einsatz gegen Ghana ist mehr als fraglich. Abwehrchef Per Mertesacker hat aber in Ersatzkandidat Shkodran Mustafi volles Vertrauen.

Abwehrchef Per Mertesacker setzt für das WM-Gruppenspiel gegen Ghana weiter auf einen Einsatz des angeschlagenen Mats Hummels, hat aber auch in Shkodran Mustafi vollstes Vertrauen. „Eine Umstellung würde wieder so ein kleines Fragezeichen bringen. Aber trotzdem weiß jeder, der reinkommt, was er zu tun hat. Wir haben klare Vorgaben. Selbst wenn Shkodran reinkommt, ruft er seine Sachen sofort ab“, sagte Mertesacker vor seinem 100. Länderspiel.

Hummels, der beim Training am Donnerstag fehlte und im Camp eine individuelle Fahrrad-Einheit absolvierte, soll nach Wunsch von Mertesacker am Samstag (21.00 Uhr MESZ/ARD) aber wie schon gegen Portugal wieder in der Viererkette auflaufen. „Wir waren gerade dabei, uns zu finden, Vertrauen ineinander zu finden. Ich gehe davon aus, dass er spielen kann“, erklärte Mertesacker kurz vor der Abreise nach Fortaleza.

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Mertesacker erwartet ein „hitziges Duell“ mit den Afrikanern. Die Brisanz des Aufeinandertreffens von vor vier Jahren in Südafrika, als Ghanas Mittelfeldmann Kevin Prince Boateng mit einem Foul vor der WM die Turnierteilnahme von DFB-Kapitän Michael Ballack zunichtegemacht hätte, spielt für den Arsenal-Profi aber keine Rolle mehr.

„Ich hätte jetzt gar nicht mehr an diese Thematik gedacht, die damals sehr hochgekocht worden ist. Selbst jetzt mit diesem Bruderduell, wie es so gerne tituliert wird. Das lassen wir völlig außen vor“, sagte der 29-jährige Mertesacker. Allerdings müsse man „viel mehr verhindern“ als beim 1:0 damals in Johannesburg. „Es stand auf Messers Schneide die ganze Zeit und wir wurden dann durch Mesut Özils Tor erlöst.“

Das wiederholt schlechte zweite WM-Spiel einer deutschen Mannschaft - vor vier Jahren unterlag die Elf 0:1 gegen Serbien - sieht Mertesacker „auf jeden Fall“ als Warnung. „Für Ghana ist es etwas wie ein Endspiel. Wir müssen unseren Stempel aufdrücken und taktisch klug agieren. Wir wollen zusehen, dass wir Ghana auf jeden Fall hinter uns lassen.“ Im Gegensatz zum deutschen Team, das gegen Portugal 4:0 zum Auftakt siegte, unterlag die afrikanische Mannschaft gegen Jürgen Klinsmanns USA-Auswahl mit 1:2.

dpa

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