Erstes WM-Spiel - erster Treffer

Hummels zwischen Traum und Trauma

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Mats Hummels kam, sah und traf. Später musste der Verteidiger allerdings verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Salvador da Bahia - Mit seinem ersten WM-Treffer bei seinem ersten WM-Einsatz hat sich Mats Hummels einen Kindheitstraum erfüllt.

Erstes WM-Spiel, erster Treffer: „Davon habe ich als Kind geträumt. Und heute war der Tag, an dem dieser Traum wahr geworden ist. Das ist natürlich etwas ganz Besonderes“, sagte ein überglücklicher Mats Hummels nach dem 4:0 (3: 0)-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal.

"Vielleicht falle ich nur ein, zwei Tage aus"

Dennoch schwebte der 25 Jahre alte Abwehrspieler von Borussia Dortmund in den Katakomben der Arena Fonte Nova zwischen Traum und Trauma. Der Torschütze zum 2:0 (32.) war in der 73. Minute nach einem Kopfballduell mit Eder unglücklich auf dem Rasen aufgeschlagen, blieb einige Sekunden mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen und musste auf Helfer gestützt vom Platz geführt werden. Kurzfristig wurden Erinnerungen an seinen BVB-Mannschaftskollegen Marco Reus wach, der sich bei der WM-Generalprobe gegen Armenien (6:1) schwer verletzt hatte und die WM nur vor dem Fernseher erlebt.

„Es sah schlimmer aus, als es ist. Ich habe zwar den Oberschenkel stark bandagiert, aber das wird schon wieder. Es hätte mich schlimmer treffen können“, sagte Innenverteidiger Hummels recht entspannt nach seinem 31. Länderspiel. Als er vom Feld humpelte, hatte er seiner Freundin Kathy Fischer, wie immer im Hummels-Trikot mit der Nummer fünf auf der Tribüne, bereits signalisiert, dass sie sich keine Sorgen machen muss.

Im Laufe des Dienstags soll eine Kernspintomografie über die Schwere der Verletzung Klarheit bringen. „Vielleicht falle ich nur zwei, drei Tage aus, mit etwas Pech vielleicht auch gegen Ghana. Aber das könnte ich auch verkraften“, sagte Hummels.

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Dabei scheint der Dortmunder, der sich lange Zeit bei der Nationalmannschaft nicht ausreichend geschätzt sah, ausgerechnet bei seinem ersten WM-Turnier endlich angekommen in der DFB-Auswahl. Sein 31. Länderspiel war mit Abstand sein bestes. In der 32. Minute erzielte er per Kopf das vorentscheidende 2:0, zugleich sein dritter Länderspieltreffer. Zudem hatte er bis zu seiner Auswechslung in der Innenverteidigung an der Seite von Per Mertesacker eine tadellose Leistung abgeliefert, ehe er dann von Shkodran Mustafi ersetzt werden musste.

Bundestrainer Joachim Löw, der Hummels' Leistung in einer hervorragend harmonierenden Viererkette „ausgezeichnet“ nannte, ist zuversichtlich, dass der Abwehrrecke am Samstag in Fortaleza wieder zur Verfügung steht. „Er hat einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Ich gehe davon aus, dass es nichts Dramatisches ist“, sagte der 54-Jährige.

Vielleicht kann sich Hummels dann auch wieder in die Torjägerliste eintragen. „Wir haben noch einige Standard-Varianten probiert, die wir im Laufe des Turniers noch zeigen werden“, verriet er und lobte dann noch Toni Kroos: „Die Ecke vor dem Tor zählte nicht dazu. Die war einfach nur gut geschlagen, sodass ich den Ball nur noch reinhauen musste."

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sid

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