Jetzt gegen die USA

Arbeitssieg in Unterzahl: Belgien holt Gruppensieg

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Belgien gewinnt auch mit einer B-Elf und in Unterzahl gegen harmlose Südkoreaner.

Sao Paulo - Belgien hat sich nach einem Kraftakt in Unterzahl zum Gruppensieg und ins WM-Achtelfinale gegen die USA gekämpft.

Eine B-Elf der Roten Teufel siegte mit zehn Mann 1:0 (0: 0) gegen biedere Südkoreaner, die damit das K.o.-Duell mit der deutschen Mannschaft verpassten und die Heimreise antreten müssen. Die Belgier von Trainer Marc Wilmots fordern nach drei Arbeitssiegen in der Vorrunde am Dienstag in Salvador Team USA mit Coach Jürgen Klinsmann.

Belgien eine Halbzeit lang in Unterzahl

Den Siegtreffer erzielte Kapitän Jan Verthongen in der 77. Minute nach einem Konter. Es war das erste WM-Tor in Unterzahl. Steven Defour hatte wegen groben Foulspiels (45.) die Rote Karte gesehen, doch der berechtigte Platzverweis zog für die Roten Teufel keine schwerwiegenden Konsequenzen nach sich.

Auch die Südkoreaner brauchen sich nicht über die Maßen zu ärgern. Weil Algerien beim 1:1 gegen Russland im Parallelspiel seine Pflicht erfüllte, wäre ein Sieg mit vier Toren Unterschied gegen die Belgier vonnöten gewesen, um zum zweiten Mal nacheinander ins WM-Achtelfinale einzuziehen.

Nach einer Abtastphase mit leichten Vorteilen für die Belgier bekamen die Koreaner aber zunächst mehr Mut, als sie aus Curitiba die Kunde von der Führung der Russen erhielten. Das Team von Trainer Myungbio Hong spielte bissig und engagiert und baute nach einer guten halben Stunde sogar ordentlich Druck auf. Nur beim Abschluss haperte es.

Die Belgier, die schon bei ihren knappen Siegen gegen Algerien (2:1) und Russland (1:0) Probleme hatten, konnten auch mit ihrer Zweitvertretung nicht überzeugen. Negativer Höhepunkt war die Aktion vor der Roten Karte, bei der Defour mit beiden Beinen Shin-Wook Kim in die Parade fuhr.

Trainer Marc Wilmots hatte im Vergleich zum Sieg gegen Russland und dem damit verbundenen vorzeitigen K.o.-Runden-Einzug kräftig rotiert. Nur noch vier Spieler starteten gegen Südkorea erneut von Beginn an, unter anderem schonte der ehemalige Schalker seine Stars Kevin de Bruyne, Eden Hazard und Romelu Lukaku. Einziger Bundesliga-Legionär in der Startelf war Daniel van Buyten von Bayern München.

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Verletzt fehlten Thomas Vermaelen und Vincent Kompany, der von einer Gelbsperre gefährdete Verthongen musste deshalb von Beginn an spielen. Insgesamt feierten vier Belgier in der Startelf ihr WM-Debüt. Das merkte man: Weniges wirkte einstudiert, vieles blieb Stückwerk. Bei den Asiaten standen der Augsburger Jeong-Jo Hong, der Leverkusener Heung-Min Son und der Mainzer Ja-Cheol Koo beim Anpfiff auf dem Platz.

Zur zweiten Halbzeit brachte Coach Hong einen zweiten Stürmer, doch die folgende Offensive flößte den Belgiern kaum Angst ein. Ein wenig Glück hatten die Europäer, als eine verunglückte Flanke von Son auf die Latte fiel (59.), zwei Minuten später war Torwart Thibaut Courtois bei einem Kopfball von Sung-Yeung Ki zur Stelle. Dann traf Verthongen.

sid

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