Gladbach begeistert und scheidet aus

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Gladbachs Trainer André Schubert gibt Granit Xhaka im Spiel gegen Juve Anweisungen. Foto: Federico Gambarini

Gladbach scheidet aus der Champions League aus, hat aber großen Respekt für die guten Leistungen gegen Juventus Turin verdient. Nun gibt es ein "Endspiel" gegen den FC Sevilla um den Einzug in die Europa League.

Mönchengladbach (dpa) - Frust über das Aus in der Champions League kam gar nicht erst auf. "Wir haben gegen den Vorjahresfinalisten jetzt zwei Mal unentschieden gespielt - das ist doch aller Ehren wert", befand Borussia Mönchengladbachs Kapitän Granit Xhaka.

Nach dem respektablen 1:1 (1:1) gegen den italienischen Meister Juventus Turin bleibt den damit in der Königsklasse weiterhin sieglosen Gladbachern jetzt nur noch die Hoffnung auf den dritten Gruppenplatz und die Weiterbeschäftigung in der Europa League. "Das ist jetzt unser Ziel, den dritten Platz zu erreichen und in der Europa League zu überwintern", sagte Torhüter Yann Sommer.

Auch Trainer André Schubert war nach der zehnten Partie unter seiner Regie von seinem eigenem Team beeindruckt. "Wenn wir uns jetzt schon darüber ärgern, dass wir zu Hause gegen Juve nur einen Punkt holen, dann sind wir auf einem guten Weg", befand der Coach, der seine Mannschaft wieder gut eingestellt hatte und weiterhin im Rennen um den Cheftrainer-Posten bei Borussia bleibt. Max Eberl kündigte in der Länderspielpause ein Gespräch mit Schubert an.

Der Sportdirektor hat den erneut guten Auftritt der Mannschaft gegen das Top-Team aus Turin registriert. "Die Mannschaft hat wie schon im Hinspiel ein großartiges Spiel gemacht. Wir haben bis zum Schluss alles gegeben, es hat aber leider nicht zum Sieg gereicht", meinte Eberl. Selbst Turins Starspieler Paul Pogba zollte dem Gegner Respekt. "Wir haben hier heute eine ganz schwere Aufgabe gehabt. Viele Teams hätten das Spiel wohl verloren", sagte der französische Nationalspieler, der mit einem feinen Pass den Ausgleichstreffer von Stephan Lichtsteiner einleitete.

Die Zuschauer honorierten den mutigen Auftritt und feierten das Team gebührend. "Wir haben bewiesen, dass wir jede Mannschaft der Welt vor Probleme stellen können", sagte Außenstürmer Ibrahima Traoré.

Anders als beim 0:0 in Turin zeigten sich die Gladbacher vor eigenem Publikum vor allem in der Offensive gegen den italienischen Rekordmeister stark verbessert. Aber außer dem Führungstreffer von Fabian Johnson (18.) wollte den Gastgebern kein weiteres Tor gelingen. Mo Dahoud und Thorgan Hazard trafen aus der Distanz jeweils nur die Latte, zudem war Torhüter Gianluigi Buffon bei weiteren Gelegenheiten auf dem Posten. "Wir haben alles versucht und viel Druck aufgebaut, aber Juventus hat extrem clever verteidigt", meinte Xhaka.

Die Hoffnungen der Gladbacher, die mit zwei Punkten hinter dem FC Sevilla (3) und den enteilten Turinern (8) sowie Manchester City (9) auf Rang vier liegen, ruhen nun auf dem Heimspiel gegen den FC Sevilla am 25. November. "Nun haben wir ein Endspiel gegen Sevilla", sagte Eberl. Der Optimismus vor dem vierten Duell mit den Andalusiern in diesem Jahr ist groß. "Wir haben schon im Europa-League-Heimspiel gegen Sevilla eine gute Leistung gezeigt", meinte Linksverteidiger Oscar Wendt. Kapitän Xhaka glaubt an den ersten Sieg in der Champions League. "Wenn wir so auftreten wie gegen Juve, haben wir gegen Sevilla alle Möglichkeiten, uns durchzusetzen."

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