Hamilton mit "sexy Runden" zur Melbourne-Pole

Lewis Hamilton startet in Melbourne von der Pole Position. Foto: Srdjan Suki
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Lewis Hamilton startet in Melbourne von der Pole Position. Foto: Srdjan Suki
Nico Rosberg beginnt das Rennen in Australien von Platz zwei. Foto: Diego Azubel
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Nico Rosberg beginnt das Rennen in Australien von Platz zwei. Foto: Diego Azubel
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel lauert auf Startplatz drei auf Fehler des Mercedes-Duos. Foto: Srdjan Suki
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Ferrari-Pilot Sebastian Vettel lauert auf Startplatz drei auf Fehler des Mercedes-Duos. Foto: Srdjan Suki
Force-India-Fahrer Nico Hulkenberg beendete das Qualifying als Zehnter. Foto: Srdjan Suki
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Force-India-Fahrer Nico Hulkenberg beendete das Qualifying als Zehnter. Foto: Srdjan Suki
Manor-Pilot Pascal Wehrlein wird bei seinem Debüt in der Formel 1 von Platz 21 starten. Foto: Diego Azubel
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Manor-Pilot Pascal Wehrlein wird bei seinem Debüt in der Formel 1 von Platz 21 starten. Foto: Diego Azubel

Lewis Hamilton, Nico Rosberg, Sebastian Vettel - die alte Rangfolge hat auch in Australien Bestand. Der britische Titelverteidiger rast vor seinen deutschen WM-Kontrahenten auf die Pole Position. Am neuen Formel-1-Qualifikationsformat entzündet sich scharfe Kritik.

Melbourne (dpa) - Lewis Hamilton hat sich die erste Pole Position der neuen Formel-1-Saison gesichert und seine deutschen WM-Kontrahenten Nico Rosberg und Sebastian Vettel in die Schranken gewiesen.

Der Weltmeister raste in einer später scharf kritisierten Qualifikation zum 50. Mal auf Startplatz eins. Der Brite startet damit vor seinem Mercedes-Stallrivalen Rosberg und Vettel im Ferrari als Favorit in den Auftakt-Grand-Prix am Sonntag (06.00 Uhr MEZ).

"Der Wagen hat sich gut angefühlt, er hat sich gut bewegt. Da war ein wunderbarer Rhythmus", schwärmte Hamilton, der auch schon in allen drei Trainingseinheiten die schnellste Runde gedreht hatte.

Einige "sexy Runden" habe er gefahren, sagte er weiter und meinte lächelnd mit Verweis auf eine US-amerikanische Soul-Legende: "Am Ende der Runde hat es sich wie bei James Brown angefühlt." Ein dickes Lob bekam Hamilton am Samstag von Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff: "Dieser Junge kann fahren."

Das Qualifikationsformat löste allerdings scharfe Kritik aus. Die grundlegendste Veränderung in dem neuen Modus ist, dass in allen drei K.o.-Runden nach einer bestimmten Zeit alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Fahrer sofort ausscheidet. Damit soll der Ausgang der Qualifikation eigentlich unvorsehbarer und spannender werden.

In den letzten Minuten bekamen die Zuschauer aber gar keinen der verbliebenen Fahrer mehr auf dem Asphalt im Albert Park zu Gesicht. "Ich bin der Erste, der sagt, wir sollten im Fernsehen nicht schlecht über manche Dinge reden, aber das neue Qualifikationsformat ist ziemlicher Müll", schimpfte Wolff. Eine Änderung könnte schon für das zweite Saisonrennen am 3. April in Bahrain Wirklichkeit werden.

Für die Silberpfeile lief aber mal wieder alles nach Wunsch. "Es ist eine unglaubliche Leistung vom Team, es geschafft zu haben, dass wir auch hier wieder die Schnellsten sind", lobte Rosberg, der 2015 die letzten sechs Poles geholt hatte. "Wir zeigen, dass wir uns durchbeißen." Für sich selbst sieht Rosberg gute Chancen im Rennen. "Als Zweiter habe ich noch viele Möglichkeiten."

Wieder nur hinter Mercedes - Vettel war mit Position drei in der Endabrechnung aber nicht unzufrieden. "Ich bin sehr glücklich mit der letzten Runde, die ich hatte", beteuerte der viermalige Weltmeister, der in diesem Jahr endlich wieder auf den Formel-1-Thron zurückkehren will. "Wir haben große Hoffnungen für das Rennen. Das Jahr wird lang, und wir wissen, dass unser Wagen Potenzial hat." Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen raste auf Platz vier.

Nico Hülkenberg musste sich in seinem Force India mit Platz zehn begnügen. Der Emmericher ist für den Grand Prix aber zuversichtlich. "Das erste Rennen hat immer das Potenzial, unvorhersehbar und ereignisreich zu werden", sagte Hülkenberg.

Debütant Pascal Wehrlein erlebte nur eine ganz kurze Qualifikation. Der 21-Jährige profitierte sogar noch von einer Strafe für seinen Manor-Teamkollegen Rio Haryanto und geht als Vorletzter der insgesamt 22 Piloten in den Großen Preis im Albert Park. "Das Rennen wird wieder eine ganz andere Geschichte", versicherte Wehrlein. Ob das auch für die Spitze des Feldes gilt, wird sich zeigen.

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