Auslosung am 11. Februar

Deutsches Quartett im EHF-Cup weiter - Nur Füchse mussten zittern

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Daniel Pettersson (r.), schwedischer Neuzugang des Bundesligisten SC Magdeburg, traf sechs Mal gegen Nexe Nasice.

Die deutschen Handballclubs setzen ein Ausrufezeichen in Europa. Berlin, Magdeburg, Melsungen und Titelverteidiger Göppingen stehen in der Gruppenphase des EHF-Cups. Die Rhein-Neckar Löwen nehmen in der Champions League Revanche an Skopje.

Hamburg (dpa) - Der deutsche Handball hat mit seiner kompletten Armada die dritte Qualifikationsrunde des EHF-Cups überstanden. In Titelverteidiger Frisch Auf Göppingen, Pokalsieger SC Magdeburg, Vereinsweltmeister Füchse Berlin und der MT Melsungen haben sich alle vier deutschen Starter für die Gruppenphase qualifiziert, die in der nächsten Woche ausgelost wird.

Die größten Probleme hatten dabei die Füchse, die nach dem 29:24 im Hinspiel die zweite Begegnung mit Gorenje Velenje vor 4826 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle mit 29:32 (14:19) verloren. Zur Pause lagen die Slowenen noch mit fünf Toren vorn. Die Füchse kämpften sich jedoch heran und ließen den Rückstand nicht noch einmal über drei Treffer anwachsen. Das reichte zum Sprung in die Gruppenphase.

Souverän löste Melsungen die Aufgabe gegen den kroatischen Club HC Zamet. Michael Allendorf steuerte 13 Treffer zum 32:20 (16:11) der Nordhessen bei, die schon das Hinspiel mit 34:23 gewonnen hatten. Michael Roth war zufrieden. Allerdings hatte der Trainer des Bundesliga-Elften schnell den Alltag im Visier: "Wir haben jetzt ein schweres Ligaprogramm vor uns und müssen sehen, dass wir auch mal ein Spiel gewinnen, das nicht auf der Agenda steht. Dazu gibt es am Mittwoch gegen Kiel gleich die erste Gelegenheit."

Ebenfalls mit zwei Siegen schafften Göppingen und Magdeburg den Sprung in die Gruppenphase: Frisch Auf setzte sich nach dem 33:30 im ersten Duell mit 37:32 (19:17) gegen Pfadi Winterthur aus der Schweiz durch. Magdeburg gewann das zweite Spiel bei RK Nexe aus Kroatien mit 30:27 (14:12). Zuhause hatte sich der SCM mit 31:22 durchgesetzt.

Meister Rhein-Neckar Löwen hat unterdessen in der Vorrunden-Gruppe B der Champions League wieder Platz eins und somit das Überspringen des Achtelfinals im Visier. Die Mannheimer gewannen 29:26 (15:15) bei Vardar Skopje und nahmen Revanche für die 27:33-Heimspielniederlage gegen die Mazedonier. Die Mannschaft liegt nur noch einen Punkt hinter der Tabellenspitze. "Ich bin unheimlich stolz und zufrieden. Skopje ist wohl der Ort in Europa, wo es mit am schwierigsten ist zu gewinnen", sagte Trainer Nikolaj Jacobsen.

In der Bundesliga jagte der THW Kiel den Löwen die Tabellenführung wieder ab. Der Rekordmeister gewann sein Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig nach anfänglichen Problemen 29:25 (18:12). "Phasenweise hat uns Leipzig schwindelig gespielt. Nach einer Weile sind wir dann besser in die Partie gekommen", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Hinter dem THW schob sich die SG Flensburg-Handewitt auf den zweiten Platz. Die Norddeutschen stellten beim 46:28 (24:12) über den TVB 1898 Stuttgart eine neue Saisonbestleistung auf. So viele Treffer in einem Spiel erzielte in dieser Serie noch keine Mannschaft. Erfolgreichster Werfer der Hochgeschwindigkeits-Handballer aus Flensburg war Lasse Svan mit 13 Toren.

dpa

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