Füchse siegen im EHF-Pokal

Kiel bejubelt Sieg in Flensburg - Löwen jetzt Bundesliga-Spitze

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Die Löwen Mikael Appelgren, Mads Mensah-Larsen, Rafael Baena Gonzalez und Andy Schmid klatschen nach dem Sieg mit den Fans ab.

Kiel gewinnt in der Champions League das Nordderby gegen Flensburg, verliert aber die Bundesliga-Tabellenführung an die Rhein-Neckar Löwen. Im EHF-Cup nehmen die Füchse Berlin Kurs auf die Gruppenphase.

Frankfurt/Main - Drei Tage nach der historischen Heimpleite gegen die SG Flensburg-Handewitt hat der THW Kiel in der Champions League eindrucksvoll Revanche genommen, gleichzeitig aber die Bundesliga-Tabellenführung an die Rhein-Neckar Löwen verloren. Der deutsche Rekordmeister setzte sich am Mittwoch im Gruppen-Rückspiel beim Nordrivalen mit 26:25 (17:13) durch und machte damit in der Königsklasse einen großen Schritt in Richtung Achtelfinale.

Meister Rhein-Neckar Löwen nutzte das internationale Engagement der Titelrivalen und eroberte in der Bundesliga durch ein 33:23 bei GWD Minden den Spitzenplatz. Die Mannheimer haben gegenüber den punktgleichen Kielern (beide 22:2) die um einen Treffer bessere Tordifferenz. Dahinter lauert Flensburg (20:2). Beste Werfer beim Sieger waren Gudjon Valur Sigurdsson mit neun Toren und Kim Ekdahl du Rietz (7).

Im EHF-Pokal nehmen die Füchse Berlin nach einem 29:24 (13:10) beim dreimaligen slowenischen Meister RK Gorenje Velenje Kurs auf die Gruppenphase. Die erfolgreichsten Berliner Schützen waren Petar Nenadic mit acht Toren und Hans Lindberg (7). Am Ende hätte der Erfolg sogar noch höher ausfallen können.

Die nächsten Spiele

25.11., 19.45 Uhr

HBW Balingen-Weilstetten - HC Erlangen

26.11., 19 Uhr

THW Kiel - SC DHfK Leipzig

27.11., 15 Uhr

TVB 1898 Stuttgart - SG Flensburg-Handewitt

27.11., 17.15 Uhr

TSV Hannover-Burgdorf - HSC 2000 Coburg

30.11., 20.15 Uhr

MT Melsungen - THW Kiel

Im Fokus stand aber das 91. Nordderby zwischen Flensburg und Kiel. Drei Tage nach der bitteren 22:30-Heimschlappe präsentierten sich die Gäste wesentlich konzentrierter und gingen als verdienter Sieger vom Parkett. "Ich bin sehr zufrieden", sagte THW-Trainer Alfred Gislason.

Einziger Wermutstropfen war die Verletzung von Nationalspieler Steffen Weinhold, der mit einer Adduktorenverletzung auszufallen droht. Die Kieler (8:8 Punkte) bleiben zwar Fünfter in der Vorrundengruppe A, verkürzten aber den Rückstand auf die drittplatzierten Flensburger (9:7) auf einen Zähler.

Von den drei Derbys binnen elf Tagen hat der THW damit zwei gewonnen. Auch im Bundesligaspiel am 13. November hatten die Kieler (24:23) knapp gesiegt. Vor 6300 Zuschauern in der ausverkauften Flens-Arena war Anders Eggert mit sieben Toren der erfolgreichste Torschütze für die Gastgeber. Beim THW traf Niclas Ekberg (6) am häufigsten.

Die Flensburger konnten nicht an die jüngste Leistung in Kiel anknüpfen. Die Abwehr schaffte es nur selten, die diesmal deutlich beweglicheren und druckvolleren Kieler zu stoppen. Zudem wurden vor dem THW-Tor zu viele Chancen vergeben. Auch der Zwischenspurt in der zweiten Halbzeit (21:20/45.) reichte nicht. "Heute hat etwas gefehlt. Wir waren in der ersten Halbzeit zu schlecht und insgesamt nicht hundertprozentig dabei", kritisierte SG-Trainer Ljubomir Vranjes.

dpa

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