2. Bundesliga: SG 09 düpiert Koblenz/Weibern mit 36:31 – Abwehr überragt erneut

Der Kirchhofer Super-Coup

Ach du grüne Neune: Die SG 09 Kirchhof nach dem Coup in Koblenz auf dem Selfie mit (oben von links) Andre Horchelhahn, Paula Küllmer, Christian Denk, Izabella Nagy, Laura Nolte, (Mitte von links) Karina Morf (verdeckt), Marieke Blase, Christin Kühlborn, Kim Mai, Johanna Ulrich (verdeckt) und (vorn von links) Lisa-Marie Berz, Rica Wäscher und Rafhaela Priolli. Foto: privat/nh

Koblenz. Das ist der Oberhammer! Die SG 09 Kirchhof hat ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Handball-Bundesliga gefeiert - und das souverän mit 36:31 (18:13) beim Ex-Erstligisten Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern.

„Hut ab vor den Mädels. Dieser Siegeswillen ist der Wahnsinn“, lobte Trainer Christian Denk sein junges Team. Alles, was sich die Gäste vorgenommen hatten, setzten sie auch um. Die offensive 6:0-Deckung setzte den Gastgeberinnen merklich zu. Die Folge: viele technische Fehler bei Koblenz/Weibern und eine schnelle 3:0-Führung der SG 09 durch Tore von Izabella Nagy, Rafhaela Priolli und Marieke Blase (4.).

„Wir sind ohne Rücksicht auf Verluste ganz viel Tempo gegangen und haben uns die Lunge aus dem Hals gerannt“, erklärte Christin Kühlborn. Neun Tore warf die Kapitänin auf Linksaußen - persönliche Saisonbestmarke. Über 7:2 (10., Blase), 10:5 (14., Priolli) und 15:12 (25., Kühlborn) spielte sich der Neuling in einen wahren Rausch, der einfach nicht enden sollte. Selbst in doppelter Unterzahl, als Kim Mai und Priolli auf die Bank mussten, gelang ein Tor durch Blase (14:11, 23.).

„Wir sind ein hohes Risiko gegangen, dass wir es immer über die erste und zweite Welle versucht haben. Aber das Tempo konnten wir 60 Minuten lang durchziehen“, sagte Denk. Wie von ihm angekündigt machte die Brasilianerin Priolli in Koblenz eine tolle Figur. Die Linkshänderin überragte mit Blase im Mittelblock und war mit Schlag- sowie Sprungwürfen erfolgreich. Noch häufiger trafen nur Blase (11/1), Nagy (9/4) und wie erwähnt Kühlborn (9). Fehler im Angriff? Nur drei technische Missgeschicke notierte Denk.

Weibern versuchte, Kirchhof mit einer 4:2-Abwehr und einer kurzen Deckung für Blase den Zahn zu ziehen. Doch die Grün-Weißen kannten keine Gnade. „Wir haben die auf dem falschen Fuß erwischt und immer eine Lösung gefunden“, sagte der stolze SG-Coach, dessen Team über 22:17 (37., Nagy), 25:20 (43., Blase) und 30:23 (50., Blase) nicht den leisesten Zweifel am Coup zuließ. Selbst, als Kühlborn nach zwei Zeitstrafen eine Pause erhielt und Lisa-Marie Berz dafür spielte, gab es keinen Bruch. Der Lohn: Nach Trier (26:25) hat Kirchhof nun auch den zweiten Absteiger seit dem Trainerwechsel überrumpelt. • SG 09: Küllmer, Morf - Priolli 5, Nagy 9/4, Nolte 2, Kühlborn 9, Wäscher, Berz, Blase 11/1, Ulrich, Mai. SR: Heine/Standke. Z: 326. Siebenmeter: 4/3:6/5. Zeitstrafen: 12:10 Minuten. (sbs)

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