2. Bundesliga: Kirchhof am Samstag in Herrenberg gefordert – Stockschläder hat Zweitspielrecht beendet

Wird Torfrau Morf rechtzeitig fit?

Ihr Einsatz ist fraglich: Torfrau Karina Morf (orangenes Trikot), die hier einen Wurf von Beyeröhdes Mandy Münch entschärft. Links im Bild ist Lisa-Marie Berz zu sehen, rechts unten Johanna Stockschläder, die nun nicht mehr mitspielen wird. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Fast haben sie alle Gegner durch: Am Samstag (19.30 Uhr) tritt die SG 09 Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga der Frauen bei der SG H2Ku Herrenberg an, ehe acht Tage später das Kellerduell gegen Trier auf dem Plan steht. Zwei Chancen noch, um eine sieglose Hinrunde abzuwenden.

Nicht mehr mithelfen wird dabei Johanna Stockschläder. Die 20-Jährige, die für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, hat ihr Zweitspielrecht von den HSG Bad Wildungen Vipers beendet. „Es war ihr zu viel Aufwand für zu wenig Spielanteile“, erklärt SG-Coach Christian Caillat. In sieben Einsätzen seit Anfang Oktober hatte die Nummer drei neun Tore erzielt, stand in der Hierarchie des Trainers auf Rückraum-Mitte aber hinter Marieke Blase, Izabella Nagy und Sharelle Maarse meistens nur an vierter Stelle. Mit den Kurstädterinnen, für die sie seit 2013 aufläuft, liegt sie nach dem 31:28-Coup gegen den VfL Oldenburg auf Play-Off-Kurs.

An Stockschläders Stelle im nun wieder auf zwölf Akteurinnen geschrumpften Kader winken Rica Wäscher mehr Einsatzzeiten. Die 19-Jährige hat Rückstände nach einer Verletzung aufgeholt und sich in den jüngsten Einheiten nach der achttägigen Weihnachtspause aufgedrängt. „Rica verkauft sich im Training gut“, lobt Caillat die flexible Spielerin, die auf der Mitte, Halbrechts und am Kreis helfen kann.

Zwei Fragezeichen gilt es allerdings noch bis Samstag zu lösen - beide gleich wegen den Torhüterinnen. Die formstarke Nummer eins Karina Morf war am Montag im Training umgeknickt und musste sich einige Tage schonen. Erst am Spieltag zeigt sich, wie belastbar die Schweizerin ist. Die Nummer zwei Paula Küllmer ist zwar fit, steht aber im Kader der Hessenauswahl am Wochenende. Die Entscheidung, ob die 16-Jährige für ihre Grün-Weißen auflaufen darf, trifft somit Auswahltrainer Thomas Zeitz. Der Mann also, der kurz vor Weihnachten als Coach der FSG Mainz 05/Budenheim einen nach 11:17-Rückstand nicht mehr für möglich gehaltenen 22:21-Sieg in Melsungen feierte.

„Darüber haben wir nicht mehr groß geredet, sondern nehmen positiv mit, dass wir eine gute Mannschaft 50 Minuten dominieren konnten“, erklärt Caillat, der hofft, dass sein junges Team nicht wieder „Angst zu gewinnen bekommt“.

Denn Herrenberg gilt zwar als ausgeglichener, abwehrstarker und eingespielter Gegner, aber eben als kein unschlagbarer. Nach einem 15:7-Auftakt gab es für die „Kuties“ zuletzt zwei Niederlagen. Dafür setzten die Baden-Württemberger mit Vertragsverlängerungen von Sarah Neubrandner, Freya Stonawski, Kerstin Foth, Alisa Berger, Siebenmeterspezialistin Monika Kornet und Torfrau Ann-Sophie Staudenmaier Zeichen.

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