Baunataler Handballer schlagen trotz vieler technischer Fehler Gummersbach 30:22

Eintracht: Fünfter Sieg in Folge

Zufriedenheit im Eintracht-Lager: Finn Hujer, Maximilian Schütz und Phil Räbiger (von links) freuen sich über den Heimerfolg gegen Gummersbach. Foto: Schachtschneider

Baunatal. „Eintracht feiert fünften Sieg in Folge“– diese Schlagzeile hatte sich Baunatals Spielmacher Marvin Gabriel im Interview mit dieser Zeitung gewünscht: Mit einem 30:22 (16:12)-Erfolg in der 3. Handball-Liga West der Männer gegen die Reserve des VfL Gummersbach haben er und seine Mannschaft dafür gesorgt, dass die Überschrift Realität wird.

Baunatal erkämpfte sich vor 300 Zuschauern in der Rundsporthalle den fünften Sieg in Serie: Die Hausherren starteten stark, gingen bis zur zwölften Minute mit 7:1 in Führung. „Wir haben gar nicht ins Spiel gefunden“, ärgerte sich Gästetrainer Denis Bahtijarevic auf der Gegenseite. Seine junge Truppe kämpfte sich jedoch zurück in die Partie. Wenig später stand es plötzlich nur noch 9:7 aus Baunataler Sicht (20.). „Richtig zufrieden kann ich mit unserer Leistung heute nicht sein“, gab GSV-Trainer Mirko Jaissle zu. „Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben dann aber zu viele Chancen liegen gelassen und den Gegner selbst wieder ins Spiel gebracht.“

Gefährlich wurde es in der 20. Minute, als gleich zwei Baunataler Zeitstrafen abbrummen mussten. Doch Gummersbach machte zu wenig aus dieser Überzahl. Zur Halbzeit führte Baunatal verdient mit 16:12. Linksaußen Felix Geßner hatte in der engen Phase mit zwei Tempogegenstößen für wichtige Treffer zum richtigen Zeitpunkt gesorgt.

Auch in der 36. Minute war Gummersbach mit 16:18 wieder auf zwei Tore herangekommen. Als Christian Schade dann auch noch einen Siebenmeter vergab, animierte der Hallensprecher die Eintracht-Fans, mehr Stimmung zu machen. Und Baunatal kam auf: Geßner besorgte das 19:16. Im Tor glänzte Conny Paar und entschärfte den Gegenstoß der Gummersbacher. „Er war in den entscheidenden Phasen da“, lobte Trainer Jaissle seinen Schlussmann, „mit seiner Erfahrung gibt er der Mannschaft Sicherheit.“ Auch, als Gummersbach stärker über die Außen agierte und Maximilian Jaeger von links in kurzer Zeit drei Tore warf.

Neun Minuten vor Schluss war das Spiel praktisch entschieden: Sven Vogel, der insgesamt drei Siebenmeter für die Eintracht verwandelt hatte, schloss einen Konter erfolgreich ab. Bahtijarevic stellte die Abwehr noch mal um, die Gummersbacher deckten Paul Gbur und Gabriel kurz. Für eine Aufholjagd war es aber nicht nur zu spät: Auch Baunatals Abwehr stand solide. Da konnten die Gastgeber auch ihre 29 technischen Fehler und Fehlwürfe, die die Verantwortlichen der Großenritter gezählt hatten, verschmerzen – und sich auf die heutige Schlagzeile freuen.

Von Carina Wagener

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