31:28 – Baunataler Handballer feiern bei Tus Volmetal vierten Auswärtssieg in Folge

Der Exot auf Erfolgskurs

Der Kapitän nimmt Maß: Baunatals Rechtsaußen Christian Schade traf alle Neune. Archivfoto:  Schachtschneider

Hagen/Baunatal. Der hessische Exot bleibt die Mannschaft der Stunde in der dritten Handball-Liga West: Die Baunataler Eintracht als einziges Hessenteam im Feld der NRW-Klubs feierte mit 31:28 (13:14) beim Tus Volmetal den vierten Auswärtssieg in Folge und drehte mit dem sechsten Erfolg in sieben Spielen erstmals ihr Punktkonto ins Plus (12:10).

Doch der Weg war weit, ehe in Hagen mit zwei Zählern, Kuchen und Getränken der 31. Geburtstag von Paul Gbur gefeiert werden konnte. Aber eben weil es das Happy End erst nach einem wahren Handball-Krimi gab, war die Stimmung im Großenritter Lager besonders ausgelassen. Überglücklich sei die Truppe und froh, berichtete Trainer Mirko Jaissle nach einer kurzweiligen Heimfahrt.

Vergessen war sein mulmiges Gefühl zu Beginn, als die Eintracht die gewohnte Raststätte verpasst hatte, viel zu früh in Hagen eingetroffen war und bis zum 5:9 (15.) prompt auch noch einen Fehlstart hingelegt hatte. Gegen einen Gegner, der nach einem Trainerwechsel unter der Woche besonders motiviert auftrat. „Wir waren nachlässig und halbherzig, vor allem in der Abwehr“, kritisierte Jaissle in seiner ersten Auszeit.

Die klare Ansage des Trainers hatte Erfolg. Tor um Tor kämpften sich die Baunataler heran und schafften mit drei Treffern von Linksaußen Felix Geßner kurz nach der Pause die Wende (18:16/36.). Neben dem Torjäger überzeugten insbesondere die starken Linkshänder der Eintracht. Der mit 9/3 Toren überragende Christian Schade auf Rechtsaußen, Sven Vogel (2/2) ohne Fehlversuch vom Strich und Gbur (3) waren die Trümpfe, die an diesem Tag stachen. Auch im Zusammenspiel mit dem eingewechselten Max Schütz am Kreis, der selbst traf und Siebenmeter herausholte.

Dennoch wurde es nach einem Zwischenspurt Volmetals und Baunataler Strafzeiten beim 27:27 (54:01) noch einmal ganz eng. Doch jetzt bewiesen die Baunataler Eintracht und blieben mit neuem Wir-Gefühl der Stärke doch auf Kurs. Marvin Gabriel und Gbur stellten auf 29:27 (57:31). Torwart Conny Paar wehrte zwei Würfe ab. In einem wahren Kraftakt wuchtete Phil Räbiger den Ball trotz eines Schlags ins Gesicht zum 30:28 ins Netz (59:20), und Felix Geßner machte bei Manndeckung der Hausherren mit dem Schlusspfiff den Deckel drauf. Das 31:28, sein siebter Treffer und das Startsignal zur Party der Baunataler Exoten.

Von Gerald Schaumburg

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