Eintracht-Handballer verlieren früh den Faden und Heimspiel gegen Longericher SC mit 24:36

Herbe Packung für Baunataler

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An ihm lag es nicht: Baunatals Marvin Gabriel (links, hier gegen Longerichs Dennis Mestrum) war der gefährlichste Eintracht-Angreifer. 

Baunatal. Der GSV Eintracht Baunatal wartet weiter auf die ersten Punkte: Gegen den Longericher SC Köln unterlag das Schlusslicht der 3. Handball-Liga West deutlich mit 24:36 (8:18).

Den Auftritt seiner Schützlinge konnte sich Trainer Mirko Jaissle nicht so recht erklären. „Wir starten gut ins Spiel, verlieren dann aber den Faden und laden den Gegner regelrecht ein.“

Dank zweier Tempogegenstöße erzielte die Eintracht eine 2:0-Führung (2.) und erwischte einen Auftakt nach Maß. In der Folgezeit gelang der Eintracht jedoch kaum noch etwas. In der Offensive vergab der GSV beste Wurfmöglichkeiten, suchte teilweise zu überhastet den Abschluss, produzierte zahlreiche Fehler und rieb sich mit fortschreitender Spieldauer an der körperlich überlegenen Abwehr der Domstädter regelrecht auf.

Einzig Rückraumschütze Marvin Gabriel, der mit Abstand beste Akteur der Hausherren, nutzte Lücken in der Deckungsreihe der Gäste. In der Abwehr fanden die Großenritter keine Mittel gegen den wurfgewaltigen Rückraum des SC und kamen zumeist einen Schritt zu spät. So war es für die Gäste ein Leichtes, sich über 6:3 (11.) und 13:6 (21.) bereits bis zum Pausenpfiff auf 18:8 (30.) vorentscheidend abzusetzen.

In der zweiten Hälfte ging es für den GSV, bei dem der zuletzt verletzungsbedingt fehlende Felix Geßner wieder mitwirkte, daher nur noch um Schadensbegrenzung. Doch die Anfangsphase war ein Spiegelbild des ersten Abschnitts – nur, dass es den Gästen noch leichter gemacht wurde. Häufig kamen die Gäste völlig unbedrängt zu ihren Torerfolgen. Nach dem 10:23 (36.) berappelte sich die Eintracht aber noch einmal. Phasenweise zeigten die Eintracht-Handballer nun, was sie in den vergangenen Jahren ausgezeichnet hatte. Ein kluges Umschaltspiel und eine starke zweite Welle, die in einige leichte Tore umgemünzt wurden. Auch in der Defensive hielten die Hausherren jetzt wieder besser dagegen.

Letztlich war gegen die Angriffsmaschinerie der Domstädter jedoch kein Kraut gewachsen. Immerhin gelang es der Eintracht nach der teilweise desaströsen Leistung in der ersten Hälfte, das Ergebnis noch etwas versöhnlicher zu gestalten.

Für GSV-Coach Jaissle war nach der Partie klar, was zu diesem Resultat führte. „Wir hatten heute 26 Fehlwürfe und 15 technische Fehler, so hast du gegen keine Mannschaft eine Chance.“

Für die kommenden Wochen bleibt er aber zuversichtlich. „Das Ziel ist der Klassenerhalt, und wir werden noch unsere Punkte holen.“ In zwei Wochen geht es mit einer Partie in Korschenbroich weiter.

Von Christian Triebner

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