3. Liga: Achter Sieg im achten Spiel der SG

49:25 - Kirchhof im Torrausch

Hannah

leipzig. Die SG 09 Kirchhof stürmt weiter wie ein Orkandurch die 3. Handball-Liga Ost. Diesmal vom Wende verweht: Die Bundesliga-Reserve des HC Leipzig, die beim 25:49 (10:26) nicht den Hauch einer Chance hatte.

„Wir wollten unser Spiel durchziehen und das haben wir eindrucksvoll geschafft“, freute sich Trainer Denk über den Torhunger seiner Mannschaft, die - offensichtlich beeindruckt vom Vorspiel in der Leipziger Halle, der Champions-League-Partie des Bundesligisten gegen die Weltklasse-Mannschaft von Skopje - 60 Minuten Vollgas gab.

Und dabei die richtigen Antworten auf die taktische Einstellung des Gegners hatte, der das gefürchtete explosive Umschaltspiel der SG stören wollte, in dem er das höllische Tempo des Gastes mitging. Dabei aber klassisch ausgekontert wurde, weil das frühe Angreifen nach Ballverlust dem Gegner in die Karten spielte. Der musste „neue Lösungen“ (Denk) suchen und fand sie dank der enormen Spielübersicht von Simone Larsen Poulsen und Danique Boonkamp.

„Beide wussten die sich bietenden Räume zu nutzen“, lobte Kirchhofs Coach seine Aufbauspielerinnen. Die bedienten in der zweiten Welle bevorzugt die beiden Kreisläuferinnen Kim Mai und Dionne Visser, die fast die Hälfte der Tore ihrer Mannschaft erzielten.

Nach drei vergebenen Chancen sorgten Laura Nolte (2) und dionnen Visser (3) nach sieben Minuten für einen 5:0-Vorsprung, ehe die Gastgeberinnen doch nochmal zurückkamen (7:8). Ein Strohfeuer, mehr nicht. Denn nach einem 4:0-Lauf zum 7:12 (18.) und sechs Treffern in Folge zum 8:18 (23.) war die Partie bereits entschieden, der Tabellenzweite uneinholbar davongezogen. Ohne sich damit zufrieden zu geben.

Bis zur Pause baute der Zweitliga-Absteiger seinen Vorsprung auf 26:10 aus. Eine Zeitstrafe für Christin Kühlborn fiel dabei genauso wenig ins Gewicht wie Vissers vergebener Strafwurf. Das wiederholte sich in der zweiten Halbzeit. Besonders erfreulich für den SG-Coach: das Unterzahlspiel seiner Mannschaft. Die „Sünderin“ wurde jeweils durch eine zusätzliche Feldspielerin (bei Auswechslung der eigenen Torfrau) ersetzt und damit der vermeintliche Vorteil des Gegners zunichte gemacht. Auch weil die eigenen Angriffe sicher und konsequent abgeschlossen wurden.

So schlug in diesem einseitigen Spiel auch die Stunde der Kirchhofer Reservisten. Hannah Grothnes gefiel bei ihrem 15 Minuten-Einsatz mit drei Toren bei drei Versuchen und Andra Lucas durfte in er Schlussphase auch noch einmal jubeln.

Den 50. Treffer hatte ausgerechnet die überragende Kim Mai in der Hand, vergab aber 20 Sekunden vor Schluss einen Strafwurf. Christian Denk juckte das nicht: „Macht nichts, viel wichtiger war, wie souverän wie hier aufgetreten sind.“

So souverän, dass am Ende die bisher höchste Torquote einer Mannschaft in der laufenden Saison zu Buche stand. So viele haben auch die Füchse Berlin in einem einzigen Spiel noch nicht geworfen. Bleiben aber, ebenso wie Kirchhof verlustpunktfrei, an der Tabellenspitze. Allerdings ist ihr Vorsprung nach dem eigenen 34:17-Sieg in Bad Salzuflen auf zwei Treffer geschmolzen.(ohm) •Kirchhof: Siggard, Küllmer; Grothnes 3, Lucas 1, Boonkamp 2, Nolte 3, Kühlborn 4, Sabljak 4/2, Poulsen 6, Wäscher 2, Maarse, Berz 1, Visser 12/5, Mai 11. SR: Großer/Güricke. Zeitstrafen: 8:8-Minuten. 7m: 6/3:12/9. Foto: Kasiewicz/nh

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