3. Liga: Fritzlar hat beim Aufsteiger keine Mühe

Dietrich trifft in Zirndorf elfmal

Lena

Zirndorf. Krise? Welche Krise? Auf diese Frage haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar eine klare Antwort gegeben. Beim Liga-Neuling HG Zirndorf feierte das Team von Trainerin Viktoria Marquardt einen 28:12 (14:7)-Kantersieg.

„Das war ein Sieg für das Selbstbewusstsein“, erklärte die SVG-Übungsleiterin. Gerade in der Anfangsphase machte sich die nach der Pleite gegen Altlandsberg bestehende Unsicherheit bemerkbar. Nach einer 3:1-Führung (5.) fand sich die Germania wenig später mit 3:5 (11.) in Rückstand wieder. „Wir haben plötzlich unkonzentriert gespielt, technische Fehler gemacht und überhastet abgeschlossen“, ärgerte sich Marquardt. Dann steigerten sich die SVG-Handballerinnen jedoch und zogen über 7:5 (17.) und 9:7 (21.) bis zur Pause bereits vorentscheidend auf 14:7 davon.

Nur noch fünf Treffer gelangen den Mittelfranken in der zweiten Halbzeit. Das lag unter anderem daran, dass die Gastgeberinnen in der Offensiven kaum Druck aus dem Rückraum entwickelten. Torgefahr strahlten lediglich die beiden Außen Marina Raab und Anja Häberer sowie Kreisläuferin Lisa Kleinert aus.

Für das SVG-Torhütergespann um Vanessa Maier und Nilla Oross gab es daher nur wenig zu tun. „Wir haben noch nicht mal eine überragende Abwehr gespielt“, sagte Marquardt.

Auch mit der Angriffsleistung war die 33-Jährige nicht zufrieden: „Wir hätten mindestens zehn Tore mehr werfen müssen. Hier müssen wir unbedingt zulegen und kaltschnäuziger sein.“ Zu überzeugen wusste vor allem Linksaußen Lena Dietrich, die nicht nur per Tempogegenstoß erfolgreich war, sondern auch im Positionsangriff im Eins-gegen-Eins gefiel. Für ihre elf Treffer brauchte die schnelle Außen nur zwölf Versuche.

Daneben zeigte auch Linkshänderin Melina Horn wieder eine gute Leistung. Neben ihren fünf Treffern wusste die Halbrechte vor allem als Anspielerin auf die beiden Kreisläuferinnen Johanna Fischer und Hannah Puntschuh zu überzeugen. Als Ausfall erwies sich hingegen die linke Angriffsseite, in der Janina Dreyer kaum auffiel und auch Spielmacherin Esther Meyfarth nicht ihren besten Tag erwischte.

Erfreulich war das Debüt von Linkshänderin Nina Albus aus dem Landesliga-Team. Die Rechtsaußen kam gut zehn Minuten vor dem Ende in die Partie und trug sich per Siebenmetertreffer noch in die Torschützenliste ein. • Fritzlar: Maier, Oross - Dietrich 11, Huck 3/2, Fischer 1, Ahrend 1, Puntschuh 3, Albus 1/1, Horn 5, Kerwin 3, Meyfarth, Dreyer. Siebenmeter:1/1:2/3. Zeitstrafen: 6:2 Minuten. SR: Kuss/Jakob (Jena/Erfurt) - Z. 120. (mgx) Foto: nh

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