Fritzlar hat formstarke Berliner zu Gast

Emotionen sind gefragt

Mit vereinten Kräften: Fritzlars Melina Horn (links) und Esther Meyfarth stoppen Kirchhofs Danique Boonkamp. Acuh gegen Berlin werden sie kraftvoll zufassen müssen. Foto: Kasiewicz

Fritzlar. An den Berliner TSC haben die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar gute Erinnerungen. Denn in der vergangenen Saison gewannen die Domstädterinnen nicht nur in der Hauptstadt - sondern sie feierten dort auch ihren größten Vereinserfolg: Den Gewinn der Meisterschaft in der Dritten Liga Ost. Am Sonntag (17 Uhr, KHS-Sporthalle) trifft die Germania diesmal unter gänzlich anderen Vorzeichen auf die Berlinerinnen.

Denn anstatt an der Tabellenspitze rangiert die Germania im Mittelfeld und muss nach der 23:33-Niederlage gegen Lokalrivale Kirchhof wieder im Ligaalltag ankommen. „Ich denke nicht, dass das ein Problem wird“, meint SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. „Wir wollen an die Leistung aus der Anfangsphase des Derbys anknüpfen und den Start nicht verschlafen.“ Überzeugt hatte da neben Nilla Oross im Tor vor allem Linkshänderin Melina Horn. Ebenso wie die gesamte SVG-Defensive mit Horn und Esther Meyfarth im Mittelblock, die aggressiv deckte und endlich auch einmal Emotionen zeigte.

„Das verlange ich aber in jedem Spiel“, fordert die 33-Jährige, die sich gar nicht so sehr mit dem kommenden Gegner beschäftigen will: „Wir müssen auf uns schauen.“ Bis auf die Langzeitverletzten Anna Holeczy und Lorena Lorenz stehen der SVG-Übungsleiterin alle Spielerinnen zur Verfügung. Auch die reaktivierte Laura Denecke wird gegen die Gregarek-Sieben dabei sein.

Im Gegensatz zu Kirchhof wird Berlin nicht mit einer 3:2:1-Deckung auflaufen, die den Domstädterinnen solche Probleme bereitete. Denn Berlin setzt auf eine 5:1-Abwehr mit der schnellen Paula Förster an der Spitze. Vor allem im Rückraum ist das Team von Trainer Carlo Gregarek stark besetzt.

Neben Linkshänderin Julia Goldhagen (kam von den Füchsen Berlin), Josephin Keßler (Thüringer HC II) und Spielmacherin Carolin Hoth ist vor allem auf die Halblinke Ann-Catrin Höbbel zu achten. Auf den Flügeln besitzt der TSC mit Franziska Chmurski und der früheren Frankfurterin Bundesliga-Spielerin Anja Ziemer ebenfalls einige Qualität. Im Tor sind Juliane Meyer und der ungarische Neuzugang Violetta Szelig gesetzt.

Der Blick auf den Gast erscheint also lohnend. Als Saisonziel hat TSC-Trainer Gregarek einen Platz zwischen drei und sechs ausgegeben. Dabei ging der Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge zunächst daneben. Seitdem aber haben die Berlinerinnen keine Partie mehr verloren. (mgx) Foto: nh

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