3. Liga Ost: Fritzlar verliert 17:27 in Berlin – Schwache Abwehr

Erwartung nicht erfüllt

In Berlin achtmal erfolgreich: Fritzlars Bibiana Huck. Foto: Hahn

berlin. Die weite Reise hat sich nicht gelohnt. In der 3. Liga Ost mussten die Handballerinnen des SV Germania Fritzlar eine 17:27 (7:14)-Niederlage bei den Reinickendorfer Füchsen hinnehmen, die trotz des klaren Sieges die Tabellenführung an die SG Kirchhof abgeben mussten (siehe nebenstehender Bericht).

Der Erste der vergangenen Saison hatte dagegen in der deutschen Hauptstadt kein Rezept gegen die Spreefüxxe gefunden. Dabei sah es zunächst gar nicht übel aus für das Team von Trainerin Viktoria Marquardt. Mit der üblichen 6:0-Deckung waren die Nordhessinnen in das Spiel gegen die verlustpunktfreien Gastgeberinnen gegangen. „Als taktische Maßnahme wollten wir früh den Körperkontakt mit dem Gegener suchen und ihn so unter Druck setzen“, sagte Marquardt nach dem Spiel, bei dem sie eine Reaktion nach der knappen Heimniederlage gegen Blomberg-Lippe II sehen wollte.

Und danach sah es auch zehn Minuten lang aus. Da stand es 3:4 aus Fritzlarer Sicht, und es ging noch eine Weile hin und her, bis die SVG in der 20. Minute das erste Mal den Faden verlor. Tempogegenstöße der Berlinerinnen, in deren Reihen allein vier ehemalige Bundesliga-Spielerinnen stehen, waren die Folge. Dabei ragten Anna Eber mit insgesamt acht und Anna Blödorn mit sieben Treffern heraus.

„Wir haben dagegen mit insgesamt 17 Toren einfach nicht genug Zählbares aus dem Spiel herausgeholt“, ärgerte sich auf Fritzlarer Seite Viktoria Marquardt. Auch wenn die individuelle Klasse einzelner Berliner Spielerinnen wohl für die deutliche Dominanz verantwortlich war, ging Marquardt mit ihren Spielerinnen und sich selbst recht hart ins Gericht: „Die Mannschaft hat versagt. Alle sind hinter den Erwartungen zurückgeblieben, aber auch ich hätte vielleicht anders agieren und früher wechseln müssen“, sagte die Trainerin. Immerhin konnte Fritzlar zumindest zu Beginn der zweiten Halbzeit nach der Umstellung auf eine 5:1-Deckung noch ein wenig Paroli bieten.

„In der 38. Minute stand es 11:16, und es wäre vielleicht noch mehr drin gewesen, aber Berlin hat uns nach einer Auszeit erneut den Wind aus den Segeln genommen“, erklärte Marquardt. • Germania: Maier (1. - 14./40. - 60.), Oross (15 - 39.), Dietrich (3), Huck (8/4), Fischer (1), Ahrend (1), Puntschuh, Lorenz, Horn (2), Kerwin, Meyfarth (2), Dreyer Zeitstrafen: 4:2 Minuten Siebenmeter: 5:6/4:5 SR: Noack/Tornow (Brandenburg). (sol)

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