Marquardt in der Pflicht – Schwierige Suche

SV Germania Fritzlar lässt sich Zeit

Bleibt in der Verantwortung: Fritzlars Interimstrainerin Viktoria Marquardt. Foto: Hahn

Fritzlar. Bis Weihnachten hat Viktoria Marquardt volles Programm. Die 31-Jährige wird im Derby der 3. Handball-Liga Ost bei der SG 09 Kirchhof (Sonntag, 17 Uhr Melsungen) und im Auswärtsspiel bei der HSG Blomberg-Lippe II (13. Dezember)definitiv als Interimstrainerin des SV Germania Fritzlar sowie wie gehabt für die Reserve in der Landesliga in der Verantwortung stehen.

„Ich danke dem Vorstand für das Vertrauen. Da es aber schwierig ist, zwei Mannschaften zu coachen, hoffe ich, dass bis dahin eine Lösung gefunden wird“, sagt Marquardt, die im Frühjahr 2015 den B-Schein anpeilt, bis dahin allein ihre Erfahrung als langjährige Zweitligaspielerin (Beyeröhde, Kirchhof, Bad Wildungen) einbringen kann.

Sie betont, dass sie keine Ambitionen habe, den freiwillig zurückgetretenen Detlef Kleinmann zu ersetzen. „Ideal wäre ein Cheftrainer, bei dem ich wieder Co-Trainerin bin. Wichtig ist mir, dass die Zweite nicht leidet“, betont die Kreisläuferin, die sich dann wieder als Bindeglied zwischen den Teams sieht.

„Detlef hat einen guten Job gemacht, er hatte stets unser vollstes Vertrauen. Wir hätten gern mit ihm die Saison zu Ende gebracht“, betont der 2. Vorsitzende Wolfgang Ziegler. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger wird nun ungleich schwieriger als im Sommer, als der Verein die Zeit nach dem Erbe der aus gesundheitlichen Gründen ausgeschiedenen Handball-Lehrerin Susanne Bachmann regeln musste. „Dass die Spielerinnen Kritik an Detlefs Arbeit geübt haben und er dadurch nicht weitermachen wollte, macht es uns nun nicht leichter“, weiß Ziegler.

Konsequenz: Die Germanen lassen sich Zeit. Das Profil ist indes klar. „Wir brauchen jemand, der mindestens Oberliga-erfahren als Trainer ist, einen möglichst großen Background hat und junge Spielerinnen weiterentwickeln kann“, macht Abteilungsleiter Steffen Schmude deutlich. Bevorzugt wird eine langfristige Lösung, aber auch eine Verpflichtung nur bis zum Saisonende ist möglich. Davon hängt auch ab, ob Fritzlar wie geplant am 3. Januar beim Turnier bei West-Drittligist TSG Eddersheim gegen Zweitligist FSV Mainz 05 und die HSG Sulzbach/Leidersbach (3. Liga Süd) mitspielt.

Von Sebastian Schmidt

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