Kirchhof hält gegen SG BBM Bietigheim zehn Minuten mit - und verliert 26:46

DHB-Pokal: Komplimente für Verlierer SG Kirchhof

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Zwei gegen eine: die Kirchhoferin Diana Sabljak (am Ball), in der Doppelzange der Bietigheimerinnen (v.l.) Stine Baun Eriksen und Antje Lauenroth.

Melsungen. Der haushohe Favorit SG BBM Bietigheim hielt, was er versprach: Er erreichte wie erwartet das Viertelfinale im DHB-Pokal. Dabei wuchs der krasse Außenseiter phasenweise über sich hinaus.

„Ein Superspiel“, konnte daher Martin Albertsen mit Fug und Recht feststellen. Für seine Mannschaft, die SG BBM Bietigheim, die mit einem 46:26 (25:13)-Erfolg erwartungsgemäß das Viertelfinale im DHB-Pokal erreichte. Und für die SG Kirchhof, für die der Trainer des Bundesliga-Tabellenführers ein großes Kompliment parat hatte: „So gehört die Mannschaft in die 2. Liga.“

Denn sie hatte sich so teuer wie bisher kaum ein anderer (höherklassiger) Gegner der Bietigheimer Weltauswahl verkauft. Besonders in der Anfangsphase, als die Gastgeberinnen mit einem höllischen Tempo die Flucht nach vorn ergriffen. Laut Christin Kühlborn „unsere einzige Chance, zumindest phasenweise mitzuhalten.“ Der Drittliga-Zweite nutzte sie und die Linksaußen selbst trug zwei furiose Tempogegenstoß-Treffer zur 7:6-Führung bei. „Unser Tempospiel funktioniert auch gegen einen solchen Gegner“, freute sich Trainer Christian Denk über die wohl schnellsten zehn Minuten seiner (noch jungen) Trainerlaufbahn.

Anrennen gegen blaue Wand

Erst nach und nach gelang es den verdutzten Gästen, das gegnerische Umschaltspiel zu unterbinden, ehe ein 6:0-Lauf nach Sabljaks Tor zum 9:9 (13.) für den erwarteten Spielverlauf sorgte. Auch der Europapokalteilnehmer hatte eine bestechende erste und zweite Welle, die dank Rochs Paraden auf Touren kam. Und im Positionsangriff ließ sich der BBM-Rückraum mit den überragenden Susann Müller, Kim Naidzinavicius und Stine Baun Eriksen nicht lumpen.

Nach dem Wechsel konnten die Kirchhoferinnen durch Laura Nolte, Simone Larsen Poulsen und Diana Sabljak auf 16:27 verkürzen (33.), ehe ihr Positionsangriff Bekanntschaft mit Bietigheims berüchtigter „blauer Wand“ machte. Und dahinter hielt Valentyna Salamakha noch besser als ihre Vorgängerin.

„Ein tolles Training“ nannte die starke SG-Aufbauspielerin Sabljak dieses ermüdende Anrennen, verzagte aber nicht. So kam nach ihrem Treffer zum 22:40 im Anschluss an Siggards abgewehrten Siebenmeter (gegen Naidzinavicius) nochmal Stimmung in der Stadtsporthalle auf (52.). Die nach dem Schlusspfiff in einen donnernden Applaus mündete. Für beide Mannschaften. • Kirchhof: Siggard (26 Gegentore/16 Paraden, Küllmer (31.-44., 5/10); Grothnes, Lucas, Boonkampf 4, S. Kühlborn, Nolte 2, Chr. Kühlborn 5, Sabljak 7/1, Larsen Poulsen 4, Wäscher, Maarse, Berz, Visser 4/3, Mai. Bietigheim: Roch (13/7), Salamakha (ab 31., 13/12) (n.e.); Biltoft 3, Yttereng 3, Lauenroth 1, Mack 3, N. Müller 6, Schulze 1, Baun Eriksen 4, Naidzivanicius 8/4, Hundahl 4, S. Müller 4, Malestein 5, Anastacio 4. SR: König/Siebert. - Z.: 500. Siebenmeter: 6/4:5/4. Zeitstrafen: 10:2-Minuten.

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