Denk-Sieben zeigt sich bei 21:32-Testspielniederlage vor allem in Abwehr auf der Höhe

SG raubt Vipers den Spaß

Überzeugte im Kirchhofer Rückraum: Diana Sabljak springt hier höher als der Vipers-Block um Laura Vasilescu und Petra Nagy (rechts). Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Eine stellenweise umkämpfte Partie bot Frauenhandball-Drittligist SG Kirchhof dem Erstligisten HSG Bad Wildungen Vipers im Testspiel. Der Favorit setzte sich 32:21 (17:10) vor 50 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle durch.

Der Auftritt ihrer Mannschaft stellte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer aber keineswegs zufrieden. „Mir hat die Motivation und die Einstellung gefehlt. Das war mir alles zu lasch“, bemängelte die Niederländerin, die mit dem bestmöglichen Kader angereist war. Allerdings zeigte der Gastgeber auch genau das, was Trainer Christian Denk zuvor von seiner Mannschaft eingefordert hatte: Wettkampfhärte. Vor allem die 3:2:1-Deckung ging äußerst aggressiv zu Werke. Unangenehme Gegenspielerinnen waren vor allem Kapitänin Christin Kühlborn und Sharelle Maarse auf der Spitze für die Wildunger Angreiferinnen, denen merklich der Spaß am Spiel geraubt wurde.

„Unsere Abwehr hat mir gut gefallen“, sagte Denk und lobte auch Torfrau Frederikke Siggaard, die in der ersten Hälfte einige Male spektakulär per Fußabwehr glänzte. Noch nicht ganz so rund lief es im Angriff, wo die SG anfangs zu zaghaft spielte, sich einige Ballverluste leistete, die mit Tempogegenstößen bestraft wurden. Allerdings stemmte sich Rückraumspielerin Diana Sabljak gegen die drohende Niederlage. Die Kroatin absolvierte ihre beste Vorbereitungspartie im SG-Dress.

In der zweiten Hälfte ließ Denk vermehrt die zweite Reihe ran, was sich auf den Spielfluss auswirkte. Auch die kräftezehrende Abwehr musste zeitweise auf die 6:0-Variante umgestellt werden. In der Folge wurden die Vipers etwas stärker und gewannen ungefährdet. Trotzdem hatte Bremmer nach dem Spiel ein Kompliment parat: „Kirchhof hat mir sehr gut gefallen. Das Team kann den Aufstieg packen.“ Auch Denk war zufrieden: „Die Abstimmung in der Abwehr passt. Das war ein wichtiger Gradmesser.“ In einer Woche wird es dann ernst: Im DHB-Pokal geht es zu Oberligist Magdeburg. • SG: Siggaard (9 Paraden/17 Gegentore), Küllmer (6/15) - Boonkamp 3, Mai 1, Lucas, Immelnkämper, Visser, Nolte 3, Sabljak 7/3, Berz, Kühlborn 2 Wäscher, Maarse 1, Larsen Poulsen 4. Vipers: Duijndam (8/10), Brütsch (11/11)- Stockschläder 2, Busch 3, Nieuwenweg 9/3, van Rossum 2, Schmidt-Robben 5, Bolze 4, Nagy 3, Vasilescu 3/1, Zuber 2. Siebenmeter: 3/3 - 4/4. Zeitstrafen: 2:2- Minuten.

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