3. Liga: Beim Frankfurter HC sitzt Star auf der Bank

SG-Coach Denk fordert Bewegung

Danique Boonkamp

Kirchhof. Sieben Meistertitel, sechs Pokalsiege und zweimal den EHF-Cup gewonnen: Die Erfolgsbilanz der Handballerinnen des Frankfurter HC liest sich eindrucksvoll. Doch die Mannschaft, die am Samstag zum Drittligisten SG 09 Kirchhof reist (18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen), hat mit dem einstigen Bundesligisten nur noch wenig gemeinsam.

Denn nach der Insolvenz im Juli 2013 wurde die erste Mannschaft des FHC aufgelöst. Seitdem tritt der Traditionsverein mit seinem ehemaligen Juniorteam in der 3. Liga an. Mittelfristig will der Verein aber wieder höherklassig spielen. „Unser Ziel ist es, die 2. Liga nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärte der neue FHC-Präsident Wolfgang Pohl.

Dafür setzt der Verein auf seine exzellente Jugendarbeit. Aus der A-Jugend-Bundesligamannschaft sind Sophia Mattisseck, Svjetlana Kresovic, Beatrice Zacharias, Tülay Bayram und Yania Silva Alfonso zum Drittliga-Team von Trainer Dietmar Schmidt gestoßen. Allerdings muss Schmidt, der als Spieler 1980 mit der DDR-Auswahl olympisches Gold in Moskau gewann, auf Juniorennationalspielerin Michelle Dürrwald verzichten. Die Halblinke, die sich im April einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, befindet sich noch im Reha-Training. Ebenso wie die beiden Rückraumspielerinnen Maria Heinke und Chantal Bartholome.

Die Kirchhoferinnen sind daher klarer Favorit. „Wir unterschätzen aber keinen Gegner“, erklärt SG-Trainer Christian Denk, „und haben Respekt vor Frankfurt, die eine junge Mannschaft haben und einen guten schnellen Handball spielen.“

In der Defensive agieren die Brandenburgerinnen in einem 5:1-Verbund. Vom SG-Rückraum um Danique Boonkamp, Diana Sabljak und Simone Larsen Poulsen ist daher viel Bewegung gefordert. Gut möglich, dass die Kirchhoferinnen wie schon beim Pokal-Coup in Altlandsberg mit einer aggressiven 3:2:1-Deckung auftreten. Von der vor allem wiederum die beiden schnellen Außen Laura Nolte und Christin Kühlborn profitieren würden. Die Gastgeberinnen können zudem in Bestbesetzung auftreten, so dass die Voraussetzungen für den dritten Saisonsieg hervorragend sind.

„Wir sind gut drauf und finden unseren Rhythmus langsam, aber wir können auch noch besser spielen“, findet SG-Coach Denk. (mgx) Foto: nh

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