3. Liga: Germania Fritzlar schlägt HC Leipzig II 36:29 – Huck zehn Mal erfolgreich

Fritzlar steigert sich nach der Pause

Erzielte vier Treffer: Fritzlars Rückraumspielerin Janina Dreyer, die es in dieser Situation mit Leipzigs Kreisläuferin Nina Reißberg zu tun bekommt. Foto: Hahn

Fritzlar. Eine verkorkste erste Halbzeit gibt der zurückliegenden Mannschaft immerhin die Möglichkeit, ihre Fehler durch eine Leistungssteigerung wieder wettzumachen. Genau diese Chancen haben die Drittliga-Handballerinnen des SV Germania Fritzlar genutzt. Und sich nach einem 18:19-Pausenrückstand noch mit 36:29 gegen die Bundesliga-Reserve des HC Leipzig durchgesetzt.

Die Domstädterinnen gingen durch Treffer von Janina Dreyer und Melina Horn zwar schnell mit 2:1 in Führung (3.), zeigten in der Folge aber vor allem in der Defensive eine schwache Leistung. „Wir waren nicht aggressiv genug“, ärgerte sich SVG-Trainerin Viktoria Marquardt. So blieb den talentierten Sächsinnen um die quirlige Spielmacherin Lea Guderian viel Raum im Offensivspiel. Den zu Beginn neben der Regisseurin selbst vor allem die beiden Halben Tammy Kreibich und Anna-Lena Plate zu nutzen wussten. Zudem fanden Nilla Oross und Vanessa Maier im Tor nicht richtig in die Partie. Beim 7:9 durch Nina Reißberg (13.) hatten sich die Leipzigerinnen erstmals eine kleine Führung herausgespielt.

Was nicht zuletzt an einer mangelhaften Chancenverwertung der Gastgeberinnen lag. Allein zwölf klare Torchancen vergaben Melina Horn, Esther Meyfarth und Co. in den ersten dreißig Minuten. Dass der Vorsprung der Leipzigerinnen nach dem 16:13 durch Guderian nicht weiter anwuchs, lag daran, dass die Gäste die Germania durch einfache Fehler wieder ins Spiel brachten. Bibiana Huck verkürzte mit ihren Treffern bis zur Pause noch auf 18:19.

Die Entscheidung fiel nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff, als die Marquardt-Sieben einen 19:21-Rückstand in eine 24:21-Führung verwandelte. Besonders die 6:0-Deckung mit Meyfarth und Horn im Mittelblock stand nun sicher, so dass der HCL-Rückraum um Plate, Kreibich und Guderian kaum noch zu nennenswerten Torchancen kam. Zudem steigerte sich Oross im Tor. Offensiv hingegen überzeugte vor allem Hannah Puntschuh am Kreis, die Räume für die beiden Halben Melina Horn und Janina Dreyer schuf. Den Talenten der Bundesliga-Reserve unterliefen nun zudem zahlreiche technische Fehler, die Huck und Lena Dietrich per Gegenstoß konsequent bestraften. Und so schließlich noch einen standesgemäßen Heimerfolg herauswarfen. • Fritzlar: Oross (1.-15., 22.-60. Min., 14 Paraden/25 Gegentore), Maier (15.-22. und bei einem Siebenmeter, 2/4) - Dietrich 5, Huck 10/6, Fischer 3, Ahrend 2, Puntschuh 3, Horn 7, Meyfarth 1, Albus 1/1, Dreyer 4. Leipzig: Laneus (1.-60., 15/33), Keller (bei drei Siebenmetern, 0/3) - Uhlmann, Pauluszkiewicz, Wischeropp, Reißberg 3/1, Ansorge 5/3, Funke 1, Kreibich 4, Buth 2, Plate 5, Guderian 7, Rode 2, Smolik. Siebenmeter: 7/7:4/4. Zeitstrafen: 0:8 Minuten. SR: Große/Kreutz (Nordhausen) Zuschauer: 300

Von Marcel Glaser

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