3.Liga Ost: Kirchhof besiegt Fritzlar mit 33:23 – Umstellung auf offensive Deckung brachte die Wende

Visser führt SG zum Derbyerfolg

Die fliegende Holländerin: Kirchhofs Kreisläuferin Dione Visser (am Ball) war nicht zu stoppen und führte ihre Mannschaft mit dreizehn Treffern zum Sieg über den SV Germania Fritzlar. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Das Drittliga-Derby war eine klare Sache. Für den Favoriten. Für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof, die den SV Germania Fritzlar vor 700 Zuschauern in der Melsunger Stadtsporthalle mit 33:23 (18:12) besiegten.

Allein in den ersten zwanzig Minuten ließ sich der Gastgeber von den Domstädterinnen den Schneid abkaufen. Die legten nämlich in der 6:0-Abwehr mit Esther Meyfarth und Melina Horn im Mittelblock die zuletzt so sehr vermisste Aggressivität an den Tag und hatten so die Kirchhofer Rückraumschützen Danique Boonkamp und Diana Sabljak im Griff. Zudem fand SVG-Torhüterin Nilla Oross sofort gut in die Partie, während offensiv vor allem Horn als Torschützin und Passgeberin für Kreisläuferin Johanna Fischer zu gefallen wusste. Mit der Folge, dass die Gäste mit 4:3 (7.) und 7:6 (16.) zunächst in Führung gingen. Und die Partie bis zum 8:8 (20.) offen verlief.

Dann nahm SG-Coach Christian Denk eine Auszeit und stellte seine Abwehr auf eine 3:2:1-Deckung mit Sharelle Maarse in der Spitze um. Eine Maßnahme, die umgehend Wirkung zeigte. „Wir mussten reagieren und es hat funktioniert“, freute sich SG-Trainer Denk. Denn die SVG-Handballerinnen agierten gegen die aggressive Defensivegehemmt und gaben den Ball leichtfertig her. Was die Denk-Sieben in Gestalt von Christin Kühlborn, Boonkamp und Laura Nolte umgehend mit drei Gegenstoßtoren zum 11:8 (22.) bestrafte.

Auch in der Folge fand Fritzlar im Angriff kaum noch zu seinem Spiel, lediglich Horn und in Ansätzen Janina Dreyer wussten aus dem Rückraum für Torgefahr zu sorgen. Die ansonsten so starken Außen Bibiana Huck und Lena Dietrich waren von der SG-Defensive komplett abgemeldet. Die Kirchhoferinnen spielten sich hingegen fast in einen Rausch und überrannten die Marquardt-Sieben im Gegenstoß oder der schnellen Mitte.

Neben SG-Kapitänin Christin Kühlborn war es vor allem die überragende Kreisläuferin Dione Visser, die die sich bietenden Räume immer wieder konsequent nutzte und oftmals nur mit einem Foul zu stoppen war. Daneben führte Spielmacherin Larsen Poulsen klug Regie und strahlte auch selbst Torgefahr aus. Zudem gefiel die für Frederikke Siggard ins Tor gerückte Paula Küllmer gleich mit mehreren Paraden. Und trug so ihren Teil dazu bei, dass die SG über 13:11 (26.) bis zur Pause auf 18:12 davonzog. Und die Partie nach Larsen Poulsens Treffer zum 25:18 (47.) praktisch entschieden war.

Entsprechend glücklich war SG-Übungsleiter Denk. „Die Mädels haben die Nerven behalten, als es am Anfang nicht so gut lief“, erklärte der 32-Jährige. Fritzlars Trainerin Viktoria Marquardt gefielen die ersten 25 Minuten ihrer Mannschaft („Da haben wir überragend dagegengehalten“), ehe ihre Schützlinge etwas den Kopf verloren: „Wir haben es nicht geschafft, uns auf die Abwehrumstellung einzustellen.“

Von Marcel Glaser

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