3: Liga: Fritzlarer Handballerinnen verlieren 18:19 – Drei Verletzte bei Blomberg

Zu wenig Druck gemacht

Kein Durchkommen: Fritzlars Lena Dietrich (Mitte) wird von den beiden Blombergerinnen Kaja Ziegenbein (links) und Nele Franz in die Zange genommen. Foto: Hahn

fritzlar. Die Tränen waren eine Aussage für sich. Statt sich über den 19:18 (11:7)-Sieg ihrer Mannschaft, der HSG Blomberg-Lippe II, zu freuen, musste Trainerin Barbara Hetmanek einfach nur weinen. Gerade hatten ihre Handballerinnen im Verfolgerduell der 3. Liga einen knappen Sieg gegen die leicht favorisierten Fritzlarerinnen erkämpft, aber von Freude war keine Spur.

„Wir haben zwei Nasenbeinbrüche und eine Platzwunde zu verzeichnen. Das ist natürlich ein harter Schlag für mich und unsere jungen Spielerinnen“, sagte die 28-Jährige. Als Hetmanek ihre Fassung wiedergefunden hatte, war doch der Stolz über das Erreichte deutlich spürbar: „Wir sind 60 Minuten Tempo gegangen, haben eine Top-Abwehrleistung gezeigt und waren in unserem Rückzugsverhalten vorbildlich“, resümierte Hetmanek.

Dass die Blomberger Trainerin mit ihrer Einschätzung durchaus richtig lag, davon konnten sich zuvor 270 Zuschauer in der Fritzlarer König-Heinrich-Schule überzeugen. Von Beginn an liefen die Fritzlarerinnen, die erst in der fünften Minute ihr erstes Tor erzielten, einem Rückstand hinterher.

„Blomberg hat einfach alles gegeben. Wir haben zu wenig Druck gemacht und zu Recht verloren“, musste nach dem Abpfiff auch Lena Dietrich eingestehen, die für das einzige Fritzlar Tempogegenstoßtor (27.) verantwortlich zeichnete. Kurz darauf stand es zur Halbzeit 7:11 aus Fritzlarer Sicht. Das war sogar noch schmeichelhalft, denn zuvor hatten Fritzlarer Fehlwürfe und die bestens aufgelegte A-Jugendliche Louisa Rabeneick im Blomberger Tor dafür gesorgt, dass die SVG ein eher bescheidenes Bild abgab.

Aufholjagd unbelohnt

In der zweiten Halbzeit allerdings änderte sich dieses Bild: Erst verkürzte Hannah Puntschuh (32.) zum 8:11, dann folgte in Überzahl durch Melissa Horn das 9:11, gefolgt vom 10:11 (36.) durch Dietrich. Die Partie schien wieder offen. Xenia Ahrend ließ über die Mitte beim 11:12 (39.) nicht abreißen, und sogar der Ausgleich zum 16:16 (55./Horn) war noch drin.

Weil während der hitzigen Schlussphase die Gäste den kühleren Kopf behielten, zogen sie dann jedoch erneut davon: das 19:16 (58.) war die Vorentscheidung, die letzehn beiden Tore von Janina Dreyer und Esther Meyfarth blieben Ergebniskosmetik. „Wir waren mit unserer 6:0-Deckung viel zu passiv“, sagte Fritzlars Trainerin Viktoria Marquardt. Und: „Leider haben wir zu viel investieren müssen, um zu unseren Toren zu kommen.“ • Fritzlar: Maier (11 Paraden/19 Gegentore) - Dietrich (3), Holeczy, Huck (1/1), Fischer (2), Ahrend (1), Puntschuh (3), Lorenz, Horn (5), Kerwin (1), Meyfarth (1), Dreyer (1). Blomberg-Lippe: Rabeneick (17/18) - Wills, Munia Smits (6), Petersen (3), Schriefer (1/1), Richter, Aaricia Smits (2), Agwunedu (1), Franz (2/1), Ziegenbein (4), Wallbaum Siebenmeter: 1:1/2:2 Zeitstrafen: 6:12 Minuten SR: Eckert/Ludwig - Z.: 270

Von Martin Scholz

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