25:29 in Bad Neustadt

Eintracht Baunatal verpasst Coup nur knapp

Halt, hier geblieben: Phil Räbiger (links) und Felix Geßner (rechts) stoppen den Neustädter Margots Valkovskis. Archivfoto:  Fischer

Bad Neustadt. Drei Minuten und 15 Sekunden vor Schluss war der Coup für die Baunataler Eintracht beim Tabellenzweiten greifbar nahe: Marvin Gabriel hatte gerade mit seinem sechsten Treffer das Anschlusstor zum 25:26 erzielt. Und Gastgeber HSC Bad Neustadt schien beeindruckt, verlor den Ball.

„Aber wir haben die Gunst der Stunde diesmal nicht genutzt“, berichtete Trainer Ralf Horstmann. Die Folge: Statt erneut den Ausgleich zu erzielen, kassieren die Großenritter Drittliga-Handballer noch drei weitere Gegentreffer durch den überragenden Gary Hines (2) sowie Alexander Rohaly und verlieren schließlich 25:29 (13:15).

„Unter Wert geschlagen“, bilanzierte Horstmann später. Sagte allerdings auch: „Wir waren nicht clever genug für einen Sieg gegen eines der Topteams.“ Denn: Bereits vor der großen Chance zum 26:26 hatte die Eintracht eine günstige Gelegenheit nicht genutzt. Nach Franziskus Gerrs Zeitstrafe nach 52:32 Minuten beim Stand von 24:23 für die Neustädter schlugen die Baunataler kein Kapital aus ihrer Überzahl-Situation, „Das haben wir zwei Bälle weggeworfen“, gestand Horstmann ein. Und trauerte diesen Möglichkeiten „und den Schwächen in den Kleinigkeiten“ nach: „55 Minuten lang haben wir gut gespielt. Und dennoch schaffen es die Jungs wieder nicht, sich für diesen Auftritt mit zumindest einem Punkt zu belohnen.“

Tatsächlich durfte der Baunataler Coach über weite Strecken zufrieden sein. Bis zum 5:4 (6.) durch Dominik Schwietzke legte die Eintracht stets vor, auch beim 9:8 (14.) durch Felix Geßner noch einmal. Auch das 9:13 (22.), als Gabriel nach einem Schlag auf ein Auge einige Minuten benommen pausieren musste, warf das Team nicht aus der Bahn.

Der GSV, mit dem starken Sechsfach-Torschützen Phil Räbiger, machte nicht nur diesen Rückstand wett, sondern holte drei weitere Male auch drei Tore wieder auf. Nur eines hat gefehlt: „Wir hätten in der zweiten Halbzeit wohl einfach nur mal in Führung gehen müssen“, sinnierte Eintracht-Trainer Ralf Horstmann. (sam)

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