Oberliga: Am Ende fehlte die Abgeklärtheit

TSV Vellmar und Wiesbaden trennen sich Unentschieden

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Frei durch: Lance-Phil Stumbaum, hier gegen den Wiesbadener Torhüter Sebastian Kaltwasser, erzielt eines seiner sechs Tore für den TSV Vellmar.

Vellmar. Am Ende war es ein verlorener Punkt für Handball-Oberligist TSV Vellmar. Mit 29:29 (16:14) trennten sich die Nordhessen vom Tabellenzweiten HSG VfR/Eintracht Wiesbaden, führten zwischen der 48. und 51. Minute allerdings dreimal mit vier Toren Vorsprung.

In der hektischen Schlussphase fehlte dem TSV die nötige Abgeklärtheit, um einen knappen Sieg nach Hause zu bringen. Die Gastgeber kamen in Unterzahl (Hermenau hatte 77 Sekunden vor Schluss die Rote Karte gesehen) nicht mit der offenen Deckung der Landeshauptstädter zurecht.

„Eigentlich hätten wir den Sieg ja verdient gehabt“, befand Torhüter Andreas Paul, der seine Mannschaft immer wieder mit tollen Paraden in den Drangphasen der Gäste im Spiel gehalten hatte. „Aber wir haben in der entscheidenden Phase Fehler gemacht.“

Ähnlich sah dies auch TSV-Trainer Iljo Duketis. „Wir haben heute eindeutig einen Punkt verloren“, schüttelte er nach der Partie den Kopf. „Wir haben unsere Chancen nicht konsequent genutzt, unklug gespielt und Fehler gemacht.“

Schwerwiegend war dabei sicher der Fehler, bei klarem Vorsprung weiter auf Tempo zu setzen, anstatt das Spiel ruhig aufzubauen. So kam es zu unnötigen Ballverlusten und daraus folgenden Wiesbadener Toren, die die HSG wieder heranbrachten.

Der TSV Vellmar hatte von Beginn an das gebundene Spiel der Wiesbadener ge- und teilweise auch zerstört. So konnten die Gäste nur beim 1:0 und 2:1 in Führung gehen, ansonsten lag Vellmar vorn. Daran änderte sich auch in der zweiten Halbzeit lange nichts, erst beim 27:27 (57:42) gelang den Gästen aus der offenen Deckung heraus erstmals der Ausgleich. Doch Vellmar konterte zum 28:27 (57:59) durch Gunkel.

Erneut fing Wiesbaden mit seiner offensiven Abwehr den nächsten Angriff ab: 28:28 (58:43). Dann führte Vellmar durch Steiner 29:28 (59:26). Auch der dritte Ausgleich der HSG (59:46) zum Endstand kam aus der offenen Deckung zustande. Am Ende fehlte dem TSV die Abgeklärtheit.

Keine überzeugende Leistung boten die beiden Hüttenberger Unparteiischen Späth/Scheld. Sie verteilten munter Zwei-Minuten-Strafen auf beiden Seiten, die Vorteilsregel war ihnen fremd, und sie ließen sich ständig auf Diskussionen mit Spielern und Betreuern ein.

TSV: Paul, Tum (n.e.) - Stumbaum 6, Kovacs 2, Heyne 1, Hermenau 3, Kiebach 3, Steiner 5/2, Duketis 5, Gunkel 2, Petrovszki 2, Kunz (n.e.), Kreß (n.e.), Körber (n.e.)

Von Peter Fritschler

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