Handball: Melsunger Bundesliga-Nachwuchs kassiert gegen Neuss ärgerliche Niederlage

Wende nach Backs Ausschluss

Vorbeigezogen: Magnus Rulff (rechts) von der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen setzt sich hier gegen den Neusser David Mirko Spiekermann durch. Foto: Kasiewicz

Melsungen. Im siebten Spiel der A-Jugend-Bundesliga kassierten die Handballer der mJSG Melsungen/Körle/Böddiger gegen den Neusser HV mit 24:27 (13:13) ihre fünfte Niederlage.

Die ersten Minuten gehörten den Gästen, die zweimal in Führung gehen konnten. Um dann jedoch in Marian Mügge gleich mehrfach ihren Meister zu finden. Der mJSG-Schlussmann parierte unter anderem einen Siebenmeter und ermöglichte Florian Weiß drei Treffer zum 4:2 (6.).

Der Vorsprung hielt nicht lange. Bedingt durch den kurzfristigen Ausfall von Fin Backs, der bei einer Abwehraktion umknickte, kamen die Gäste nach einer Viertelstunde zum Ausgleich und holten sich den Vorteil mit David Spiekermanns 9:10 wieder zurück (21.).

Bis zur Pause war das jedoch ausgebügelt. Durch Florian Weiß‘ schönes Kempa-Anspiel auf Backs zu dessen Ausgleich sowie Dimitri Ignatows Tempogegenstoß zum 13:12, das Neuss unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff per Siebenmeter egalisierte.

Blieben die Melsunger nach dem Seitenwechsel zunächst noch in Vorlage, schwang das Pendel nach Zeitstrafen gegen Magnus Rulff und Fin Backs zu Neuss um (15:16, 37.). Was Dimitri Ignatow und Luca Schuhmann in Unterzahl korrigierten und Backs nach seiner Rückkehr aufs Feld ausbaute (18:16, 42.). Neuss kam allerdings zurück und erzielte durch Dominik Meissner den 21:20 Anschluss, ehe Fin Backs mit seiner dritten Zeitstrafe vorzeitig in die Kabine musste – der entscheidende Bruch im Spiel der Melsunger.

„Immer wieder haben wir uns Strafen eingehandelt, weil wir uns im Zweikampf einfach zu dumm angestellt haben“, ereiferte sich Brede, meinte damit aber nicht nur seinen disqualifizierten Linksaußen.

„Der Gegner hat zwei, drei Bälle liegengelassen und das haben wir ausgenutzt“, sah NHV-Trainer Mark Dragunski die Ursache für die plötzliche Wende in Melsunger Unzulänglichkeiten im Angriff begründet. Obwohl Mügge noch seinen dritten Strafwurf meisterte, besorgte Sebastian Rinus mit dem siebten Neusser Erfolg hintereinander das 21:24 (54.), die Entscheidung.

„Fehler über Fehler haben wir uns in der entscheidenden Phase geleistet“, ärgerte sich Brede. Oder, wie es Dragunski formulierte: „Wir waren am Ende vielleicht ein klein wenig abgezockter.“ • mJSG: Mügge (18 Paraden / 26 Gegentore), Suck (bei einem Siebenmeter, 0 P. / 1 G.); Hagemann, Fischer, Rulff 3, Küllmer, Goßmann, Schuhmann 4, Ignatow 8/2, Weiß 7, Koch, Backs 2, Bieber. NHV: Bieber (9 P. / 24 G.), Breuer (n. e.); Fassbender 1, Kohl 4/2, Schultz, Spiekermann 2, D. Meissner 7/2, Dicks 4, A. Meissner,, Strunk 3, Rinus 4/1, Schöneich 1, Bleckat 1, Demir. Zuschauer: 120 SR: Cesnik / Konrad. Zeitstrafen: 8:8 Minuten Siebenmeter: 6/6:5/3.

Von Michael Koch

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