Böses Erwachen im Spitzenspiel

Gestoppt: Dransfelds Miriam Achler kommt hier gegen Kristina Wienecke nicht zum Wurf. Links Meryem Stielow. Foto: Pietsch

Hann. Münden. Das Topspiel der Frauenhandball-Landesliga verlief aus Sicht des Dransfelder SC völlig anders als erhofft. Gegner MTV Geismar unterstrich seine Ausnahmestellung.

Dransfeld erwischte einen rabenschwarzen Sonntag. Die Gastgeberinnen unterlagen in Gimte im Duell der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften mehr als deutlich mit 22:35 (11:12). Gegen die Göttingerinnen bekam der DSC in der zweiten Halbzeit eine Lehrstunde erteilt.

Geismar begann stark und zog, unterstützt von einer nachlässigen Deckung, schnell auf 5:1 davon. In dieser Phase wirkte die Dallügge-Sieben sehr fahrig. Es gab einige überhastete Torabschlüsse, was Geismar ausnutzte. Doch nach gut zehn Minuten wurde der DSC zumindest etwas sicherer und gestaltete das Spiel besonders dank der Treffer von Alexandra Menn offener. „In dieser Phase hat sich meine Mannschaft gefangen und gut dagegen gehalten“, war Trainer Andreas Dallügge zu diesem Zeitpunkt noch guten Mutes. Im Tor war Sarah Armgart in der ersten Halbzeit ein starker Rückhalt und im Angriff wurde nun effektiver gespielt. Nicole Renner konnte für den DSC per Siebenmeter auf 11:12 verkürzen.

Doch in den zweiten 30 Minuten brachen beim DSC alle Dämme. Zunächst hatte der Trainer Miriam Achler vom rechten Rückraum an den Kreis beordert und auf Anspiele von Meike Grünewald gehofft. Die blieben diesmal aber aus. Zumindest mit der Einwechslung der dynamischen Charlotte Schob auf Linksaußen, die ihr Comeback feierte, schien der DSC zunächst ein glückliches Händchen zu haben. Doch der Torabschluss blieb durchgehend das große Problem des DSC, der bereits nach 35 Spielminuten (12:17) fast alle Chancen verspielt hatte.

Geismar, angetrieben von der starken Achse Melanie Brunke, Tina Schilling und Kristina Wienecke, stellte die Abwehr des DSC immer mehr vor Probleme. „Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Abwehr keinen richtigen Zugriff auf Geismar bekommen und einige Zeitstrafen trugen mit dazu bei, dass der MTV die Führung entscheidend ausbauen konnte“, meinte Dallügge.

Schnelle Gästekonter

Die Gastgeberinnen, die gegen Edemissen noch mit ihrem Offensivstil begeistert hatten, waren mit der Drucksituation in diesem Spitzenspiel offensichtlich überfordert. Die Gäste nutzten jeden Fehler zu ihren schnell vorgetragenen Kontern. Geismar war auch gedanklich dem DSC immer einen Schritt voraus.

„Wir wollten uns natürlich besser präsentieren, aber das hat leider nicht geklappt“, so Dallügge abschließend. „Wir liegen mit 8:2 Punkten trotzdem voll im Soll. Diese Niederlage wirft uns nicht um.“ Der Trainer hofft zudem, dass sich eine Rippenverletzung bei Alexandra Menn, die in der zweiten Halbzeit zuschauen musste, als weniger schlimm erweist.

DSC: Armgart , Uckermann - Thielecke 4, Menn 4/2, Schob 4/1, Renner 4/3, Grandjean 2, Achler 2, Spillner 1, Grünewald 1, Sonsalla, Santos, Olschewski, Bobrink. (zrp)

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