SHG kämpft Wanfried nieder

Abgehoben: Philip Helling auf dem Weg zu einem seiner insgesamt vier Tore für die SHG. Foto:  Joachim Hofmeister

Hofgeismar. Furiose letzte elf Minuten brachten dem Handball-Landesligisten SHG Hofgeismar/Grebenstein mit dem 28:25 (12:15)-Erfolg über den VfL Wanfried den ersten Sieg im dritten Spiel vor eigenem Publikum. Es war kein typisches Spiel zwischen einem Neunten und Zehnten der Liga und es war auch kein typisches Heimspiel gegen einen Aufsteiger. Das war gerade in der aus Sicht der Gastgeber furiosen Schlussphase und in den Jubelszenen nach dem Spiel zu sehen.

Die SHG hatte ohne ihre Stammspieler Jan Erik Kleinschmidt und Florian Lindemann eine Wanfrieder Mannschaft niedergekämpft, in der mit Stefan Schröder ein ehemaliger Zweitligaspieler sowie mit dem Kroaten Andrija Madar und dem Serben Milos Milosavljevic zwei weitere Spieler mit Erstligaerfahrung mitwirkten. „Das war eine großartige Abwehrleistung. Stefan Nebenführ hat in der Schlussphase ein Riesenspiel gegen den Wanfrieder Kreisläufer gemacht“, zeigte sich SHG-Trainer Stefan Böttcher vor allem mit der Defensivleistung seiner Mannschaft angetan.

Nach einem Sieg der Gastgeber hatte es aber lange Zeit nicht ausgesehen. Zwar konnte die SHG mit 4:2, 5:4 und 6:5 in Führung gehen, doch danach setzte sich die individuelle Klasse der Gäste durch, die durch die Treffer von Milosavljevic, Schröder und Madar mit 8:6 in Führung gingen und zur Pause mit drei Toren vorne lagen. Bei der SHG zeigte sich Daniel Brand mit mehreren vereitelten Großchancen, darunter zwei gehaltenen Siebenmetern in Bestform, doch kamen die Gäste mehrfach im Nachsetzen noch zum Torerfolg.

In der zweiten Halbzeit setzte sich der VfL auf 18:13 ab und zog nach dem 18:19-Anschlusstreffer von Pelle Schilke wieder auf 24:20 davon. In der Schlussphase ließen die enorm kampfstarke Deckung und der gute Jann Müller im Tor nur noch einen Gegentreffer zu. Vorne nutzte die SHG nun vor allem durch Helling und Christopher Gerhold ihre Chancen und führte zwei Minuten vor Schluss mit 26:24. Bezeichnend für die Moral der SHG war der letzte Treffer von Rückraumspieler Philipp Schröer zum 28:25-Endstand, nachdem zuvor seine blutende Nase verbunden worden war.

Hofgeismar/Grebenstein: Brand (1. Hz.), Müller (2. Hz.) - Helling (4), Gerhold (5/1), F. Fehling (4), Rietschel, Schilke (4), Kramski, Schröer (6), Kurban (2), Adam (3), Nebenführ.

Wanfried: Grein, Werner - Milosavljevic (4), Ebel (2), Madar (6), Schröder (3), Cuncic, Bley (1), Siegel (1), Nemenco (3), Manojlovic, Wehr, Brill (3/2), Weiß (2).

Zuschauer: 170. Schiedsrichter: Simon Bohland/Maurice Voyé.

Spielverlauf: 3:1 (6.), 6:5 (11.), 6:8 (14.), 7:11 (21.), 11:12 (26.), 13:18 (36.), 16:18 (37.), 18:19 (40.), 20:24 (49.), 26:24 (58.), 26:25 (58.), 28:25 (60.).

Von Michael Wepler

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