Handball-Landesliga: Absteiger aus Baunatal feiert 22:21 im Derby gegen Heiligenrode

Eintracht setzt Serie fort

In die Mangel genommen: Felicia Geßner (Mitte), zweitbeste Werferin auf Seiten des GSV Eintracht Baunatal, wird in dieser Situation von den Heiligenröderinnen Lenditia Aliaj (rechts) und Victoria Nowak attackiert. Foto: Schachtschneider

BAUNATAL. Spannend bis zum Schluss: Im Landesliga-Derby gewannen die Handballerinnen des GSV Eintracht Baunatal gegen den TSV Heiligenrode 22:21 (11:14). Damit wahrte der Absteiger seine weiße Weste und verteidigte die Tabellenführung.

50 Sekunden erst waren gespielt, da ertönte schon der Abpfiff. Was war passiert? Es gäbe einen Fehler im EDV-System. Man bitte um einige Minuten Geduld, wandte sich das Schiedsrichtergespann an die rund 80 Zuschauer in der Halle der Erich-Kästner-Schule. Bis zu acht Personen standen dann um den kleinen Computer, um den Fehler in den Griff zu kriegen. Um 16.47 Uhr pfiffen die Schiedsrichter die Partie wieder an. Lange sah es nicht danach aus, als könnten die Gastgeberinnen ihre Siegesserie fortsetzen.

Bis zur zehnten Spielminute ging die Eintracht mit 6:3 in Führung. Danach fand der TSV immer besser in die Partie: Das Team von Trainerin Asta Petrauskiene stand gut in der Defensive - Baunatal wirkte im Angriff phasenweise ideenlos. Zu wenig passierte über die Außen. Bei Latten- und Pfostentreffern kam schließlich auch noch Pech dazu. So gingen die Heiligenröderinnen mit einem verdienten Drei-Tore-Vorsprung in die Pause.

„Dann wollten wir vielleicht zu viel“, sagte Petrauskiene und fasste die zweite Halbzeit ihrer Mannschaft mit einer einfachen Weisheit zusammen: „Wenn Du nicht triffst, kassierst du selbst.“

Baunatal kämpfte sich zurück in die Partie. In der 38. Minute traf Felicia Geßner zum 15:15. Doch Heiligenrode hielt dagegen: Was das Derby an technischer Raffinesse vermissen ließ, bot es an Kampf und Spannung. Erst zwei Minuten vor Schluss brachte Selina Schneider die Gastgeber mit einem erfolgreichen Strafwurf in Führung. In der Schlussminute patzte ausgerechnet die ansonsten sichere Christina Stiefel vom Sieben-Meter-Punkt und Eintracht-Torfrau Luisa Fischmann hielt den letzten Ball fest.

„Wir haben heute Moral gezeigt“, lobte Eintracht-Coach Gintas Malaskauskas seine Mannschaft, die ersatzgeschwächt ins Spiel ging. „Zur starken kämpferischen Leistung kommt dann Glück hinzu. Wir nehmen zwei wichtige Punkte mit.“

Baunatal: Fischmann - Dieling 2, Schneider 7/3, Israel 2, Kelterborn 2, Huy 3, Hoscan, Waschinger, Geßner 6

Heiligenrode: Reichmann - S. Burghardt 2, Werner 1, Nowak 1, Witte 1, Schwabach 2, Aliaj, Müller 1, Esser 3, Müller, Stiefel 7/6, Petrauskaite 3.

Von Carina Wagener

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