Handball-Landesliga: Germania gewinnt Derby und stößt Körle von der Tabellenspitze

Fritzlar gelingt der Coup

Auf Tuchfühlung: Die Fritzlarerin Nina Albus (links) versucht in dieser Szene an Körles Kathrin Kördel vorbeizukommen. Foto: Hahn

Fritzlar. Überraschung im Handball-Landesliga-Derby der Frauen. Angeführt von der bärenstarken Laura Giese im Rückraum Mitte besiegte die zuletzt strauchelnde Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar den bisherigen Tabellenführer FSG Körle/Guxhagen mit 31:24(19:13).

„Wir haben heute zu keinem Zeitpunkt zu unserem Spiel gefunden und zu viele Fehler gemacht, was Fritzlar eiskalt ausgenutzt hat“, zeigte sich FSG-Trainer Hinnerk Hrdina nach dem Spiel sichtlich bedient. Insbesondere die Guxhagener Abwehr zeigte sich ohne die verletzte Ivonne Hildebrand und Katharina Hintze (privat verhindert) löchrig. Dies wusste vor allem Fritzlar Spielmacherin Laura Giese zu nutzen, die immer wieder aus der Nahwurfzone zum Erfolg kam (12 Tore). „Wir waren heute 1000 Mal besser als zuletzt und haben endlich mit der nötigen Ruhe gespielt“, bilanzierte die Top-Torschützin.

Trainer Torben Hause lobte die hohe Konzentration bis zum Spielende. Der Grundstein für den Erfolg lag für ihn aber in der Abwehr. „Wir haben heute super gestanden und den Guxhagenerinnen kaum Räume geboten. Zzudem hatten wir einen klasse Rückhalt im Tor“, lobte Hause Torhüterin Lea Gürbig, welche Körle mit 16 Paraden zur Verzweiflung trieb. Des weiteren wurden die Domstädterinnen für das Spitzenspiel von Victoria Marquardt unterstützt. „Ich glaube nicht das ihr Einsatz, heute den Ausschlag gegeben hat“, sagte jedoch Hause mit einem Schmunzeln. Denn die bundesligaerfahrene Akteurin, welche ab der 20 Spielminute in Spiel kam, hatte bereits in der 35 Minute Feierabend – sie musste mit der dritten Zeitstrafe vom Feld. Dennoch, der Zeitpunkt ihrer Einwechslung, war genau der Punkt, den Gäste-Trainer Hrdina als Knackpunkt im Spiel sah. „Ab der 20 Minute haben wir schlecht getroffen und dem Gegner leichte Tore ermöglicht. Dem Rückstand sind wir den Rest des Spiels hinterhergelaufen.“ Denn in diesen zehn Minuten vor der Halbzeit baute Fritzlar die Führung von 11:9 auf 19:13 aus und legte den Grundstein für den Erfolg.

Tore SVG: Giese 12, Frank 4, Höhne 4, Oschmann 6, Albus 4/1, Werner 1.

Tore FSG: Lohrbach 2, Johnson 4, Hoppe 4, Hungerland 2, Griesel 1, Kördel 7/6, Weiß 2, Rotolo 1, Ivan 1.

Von Moritz Minhöfer

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