Das lange Warten hat ein Ende - der FSG Waldhessen gelingt der erste Saisonsieg

Sie erwies sich am Samstag als großer Rückhalt ihrer FSG Waldhessen: Torfrau Laura Weidemann. Foto: Walger

Rotenburg. In der Handball-Landesliga der Frauen haben sich die Gastgeberinnen in Rotenburg unerwartet mühelos gegen den TSV Heiligenrode durchgesetzt.

Endlich, endlich gelang den Landesliga-Handballerinnen der FSG Waldhessen der erste Saisonsieg. Sie nutzten ihren Heimvorteil und bezwangen den TSV Heiligenrode mit 28:23 (13:13). Somit halten sie Anschluss ans Mittelfeld.

Den Gastgeberinnen war anzumerken, dass sie sich viel vorgenommen hatten. Sie bemühten sich, im Angriff möglichst wenig technische Fehler zu machen, gingen bei der ersten und zweiten Welle kein hohes Risiko ein und lagen bald mit 2:0 in Führung (6.). Die hätte leicht noch höher ausfallen können, da Unzulänglichkeiten der Gäste sie immer wieder in Ballbesitz brachen.

In der Deckung gingen die Heiligenröderinnen nicht gerade zimperlich zu Werke. Das bescherte der FSG zwei Siebenmeter und einen 10:8-Vorsprung in der 20. Minute. Doch auch die Waldhessinnen leisteten sich Patzer. Damit ermöglichten sie es ihrem Gegner, kurz vor der Pause mit dem 12:13 (28.) erstmals die Führung zu übernehmen. Luca Mäusgeier stellte mit einem verwandelten Strafwurf noch vor dem Seitenwechsel den 13:13-Gleichstand her (30.).

Fehler reduziert

Entscheidend für den Spielausgang war schließlich, dass es der FSG gelang, die Zahl ihrer technischen Fehler - neun waren es in Hälfte eins - im zweiten Durchgang auf vier zu reduzieren. Bei den Gästen hingegen stieg die Nervosität. Sie gaben nun zwölfmal ihren Ballbesitz ab, ohne zum Abschluss gekommen zu sein.

Trotzdem blieb es erst einmal spannend. Nach einer 18:16-Führung (36.) musste die FSG in doppelter Unterzahl den Ausgleich schlucken. Durch entschlossen vom Kreis erzielte Treffer (49., 50.) gelang Inken Niebur das 22:19 und das 23:19. Kurz darauf legten die Waldhessinnen vier Tore in Folge nach und brachten den Kontrahenten mit 26:20 auf Distanz. Großen Anteil an dieser Entwicklung der Partie hatte auch die hervorragende FSG-Keeperin Laura Weidemann, die ihrem Team mit zwölf Paraden plus drei gehaltenen Siebenmetern großen Rückhalt gab. Die Gäste konnten ihren Rückstand bis zum Schlusspfiff lediglich um ein Tor reduzieren.

Routinier und Allrounderin Elisabeth Pippert, die den diesmal krank fehlenden Trainer Jonggi Pasaribu gemeinsam mit Betreuer Peter Brill vertreten hatte, sagte: „Sensationell, der erste Saisonerfolg, wir sind alle glücklich. Der Sieg ist für Jonggi.“ FSG-Keeperin Laura Weidemann bilanzierte zufrieden: „Das war eine gute, geschlossene Leistung. Heute ist endlich mal gelungen, was wir uns vorgenommen hatten. Alle haben 120 Prozent gegeben.“ Allerdings hat auch dieses Spiel gegen enttäuschende Heiligenröderinnen gezeigt, dass für die FSG Luft nach oben bleibt. Denn eigentlich hätte sie noch deutlich höher gewinnen können: Neun glasklare Chancen plus zwei Siebenmeter ließ sie aus. Auch beim Rückzugsverhalten gibt es Steigerungsmöglichkeiten. Sieben Gegentreffer bei Tempogegenstößen waren in dieser Partie ein paar zu viel.

FSG Waldhessen: Weidemann, Bähr - Reimuth, Rollmann, Werner (6), Drewer (2), Denk (2/1), Mäusgeier (2/1), Pippert (1), Braun (3), Niebuhr (2), Krestel (6/2)

SR: Führer/Herbig (Reichensachsen/Datterode); Z: 100

Von Burghard Hauptmann

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.