Gensungen macht aus 11:17 ein 23:22 und verliert mit 24:27

Aufholjagd der ESG ungekrönt

Motor der ESG-Aufholjagd: Rückraumspieler Maximilian Pregler. Foto: Hahn

Wettenberg. Sie standen immer wieder auf, die Oberliga-Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Ließen sich von keinem Rückstand verdrießen. Hatten fünf Minuten vor Schluss gar die Wende vor Augen, um dann auf der Zielgeraden die weiterhin zuhause ungeschlagene HSG Wettenberg noch mit 24:27 (9:13) ziehen lassen zu müssen.

„Wir hätten das Spiel drehen können“, trauerte ESG-Trainer Kauffeld dem durchaus möglichen zweiten Auswärtssieg der laufenden Saison nach. Der lag nach 55 Minuten in der Luft. Nach einer fulminanten Aufholjagd, die Max Pregler mit der ersten Führung seiner Mannschaft zum 23:22 krönte, nachdem die Gäste in der zweiten Hälfte scheinbar vorentscheidend schon mit 11:17 (36.) zurück gelegen hatten.

Doch dann musste ausgerechnet Gensungens Dreh- und Angelpunkt auf die Strafbank, da zog der bereits in der Anfangsphase überragende Torwart Risse dessen Nebenleuten den Zahn und da legte Aaron Weise, der bis dahin schon sieben Mal getroffen hatte, noch zweimal nach. Die Folge: Zwei Minuten vor Schluss lag Wettenberg wieder vorn (25:23) - und gab diesen Vorsprung nicht mehr her.

Die Wende der Wende, die die Wankelmütigkeit der Edertaler, die keinesfalls an einem überragenden Gegner gescheitert waren, anschaulich wiederspiegelte. Erst verschliefen sie den Start (2:7 nach 13 Minuten), um dann hoffnungsvoll zurück zu kommen (27./9:10). Drei Gegentreffer kurz vor und zwei kurz nach der Pause warfen die Kauffeld-Schützlinge dann wieder zurück.

Die Schwächen: Von den Halbpositionen ging im Rückraum viel zu wenig Torgefahr aus und die Abwehr wusste sich nie so recht auf Torjäger Weise einzustellen. „Gegen ihn haben wir einfach zu passiv agiert“, analysierte Arnd Kauffeld.

Der sich aber keineswegs zu einer fundamentalen Kritik seiner Schützlinge hinreißen lassen wollte. Denn die bewiesen Moral, waren beim 17:18 (42.) wieder dran, wobei sich der siebte Feldspieler als probates taktisches Mittel entpuppte und Ballgewinne in der Abwehr für ein gefälliges Umschaltspiel mit Jan-Hendrik Walther als sicherem Vollstrecker genutzt wurden. Dem vermeintlichen, prompten Rückschlag (17:21) folgte die beste ESG-Phase, die aber schließlich ungekrönt blieb. •Gens./Felsberg: Lauterbach, Wicke; Bauer 1/1, Rossel 1, Gerhold 1, Hütt 1, Schmidt 1, Pregler 10/6, Otto, Schneider, Koch 4, Walther 4, Pollmer 1. SR: Dobhan/Dreier. Zeitstrafen: 10:10-Minuten. Siebenmeter: 5/4:7/7.(ohm)

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