Oberliga: MT II hofft in Vellmar auf Einsatz von Golla - TSV wieder mit Gumula

Derby statt Auswärtsspiel

Melsunger Hoffnungsträger im Nachbarduell: Bundesliga-Spieler Johannes Golla. Foto: Hahn

melsungen/vellmar. Wenn die MT Melsungen II am Sonntag (18 Uhr Großsporthalle Vellmar) beim TSV Vellmar aufläuft, ist das für den heimischen Handball-Oberligisten sowohl ein Auswärtsspiel wie auch ein (ziemlich brisantes) Nachbarduell. Linksaußen Alexander Bärthel hebt den „Derbycharakter“ hervor, „denn der erhöht unsere Chancen.“ Die Chancen auf das erste Erfolgserlebnis in fremder Halle, nachdem auswärts für die Bundesliga-Reserve bisher nichts zu holen war. Auch weil sie sich abseits der Melsunger Stadtsporthalle phasenweise ungewohnt zahm präsentierte.

„Da müssen wir unbedingt zulegen“, weiß MT-Trainer Sviridenko. Auch angesichts eines „richtig starken Aufsteigers“, der wie sein eigenes Team im Aufwind ist. „Zwei Punkte unter Soll“ sieht sein Kollege Andreas Paul nach sieben Spieltagen die Gastgeber, „und die wollen wir uns unbedingt gegen Melsungen holen.“

Störenfried Bärthel

Fast in Bestbesetzung (nur Torwart Botthoff ist beruflich verhindert), also wieder mit Christian Gumula, und - erstmals in der laufenden Saison - mit Peter Petrovszki, der zusammen mit Abraham Icardo die 6:0-Deckung zusammen halten soll. Der 38-jährige Spanier, ehemaliger spanischer Nationalspieler von BM Huesca, der in Vellmar gleich zur erhofften Schlüsselfigur avancierte. Auch im Angriff, „wo er für seine Rückraumkollegen Räume schafft“ (Paul).

Beispielsweise für die Linkshänder Benjamin Gunkel und Kevin Trogisch, der sich mittlerweile als torgefährlicher Spielmacher durchgesetzt hat. „Ein Vollbluthandballer, der gelernt hat, mit dem Kreis zu spielen und seine Nebenleute einzusetzen“, lobt der TSV-Coach den ehemaligen Gensunger.

Eine echte, vielleicht sogar spielentscheidende Herausforderung für die Gäste-Abwehr, die Georgi Sviridenko mit einer 5:1-Formation und Störenfried Bärthel bestehen will. Richtig hilfreich dabei wäre auch ein Einsatz von Johannes Golla, der tags zuvor mit dem Bundesliga-Team in Balingen gastiert. „Mit ihm würde unsere Deckung erheblich an Stabilität gewinnen“, weiß der MT-Coach.

Und natürlich wäre der Junioren-Nationalspieler auch eine willkommene Alternative im Angriff: „Da könnten wir 4:2 spielen.“ Und somit den Rückraumschützen Merlin Kothe, Jan Grolla und Cornelius Feuring freie Bahn verschaffen.

Trotzdem. Das größte Melsunger Gefahrenpotenzial sieht Andreas Paul in deren Umschaltspiel: „Die erste und zweite Welle müssen wir unterbinden.“ Dass die zuhause explosiver als auswärts ist, muss ja im Derby keine Rolle spielen.

Von Ralf Ohm

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