Sviridenko-Sieben holt Rückstand auf und hat am Ende Pech

MT erkämpft Punkt

Vergab mit dem letzten Freiwurf die Chance zum Siegtreffer: Melsungens Merlin Kothe (rechts, gegen Jonas Schuster). Foto: Kasiewicz

Melsungen. „Wir haben Charakter bewiesen und großartig gekämpft“, freute sich Georgi Sviridenko, Trainer des Handball-Oberligisten MT Melsungen II. Denn sein Team holte in der Schlussphase gegen den Aufstiegsfavoriten HSG Pohlheim einen Vier-Tore-Rückstand auf und erspielte sich ein 29:29 (17:17)-Remis.

Mit dem wohl niemand in der Melsunger Stadtsporthalle mehr gerechnet hätte. Denn nachdem Pohlheims Rechtsaußen Felix Erdmann MT-Torhüter Maurice Paske mit einem Heber düpiert hatte, schien die Partie beim Stand von 23:27 (50.) entschieden. Zumal die Bartenwetzer zuvor mehrmals am überragenden Pohlheimer Schlussmann Jan Wüst gescheitert waren. „Eigentlich war das Spiel entschieden, aber Pohlheim hat sich wohl zu sicher gefühlt“, mutmaßte MT-Außen Alexander Bärthel.

Denn nun drehten Spielmacher Florian Weiß, Linksaußen Fin Backs und Linkshänder Cornelius Feuring auf. Als Weiß sich auf der linken Seite gegen Patrick Heil durchsetzte und zur 29:28-Führung traf, schien die Partie gar zu kippen. Denn Pohlheim hatte seine Offensivbemühungen inzwischen fast gänzlich eingestellt. „Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist“, ärgerte sich HSG-Coach Tomasz Jezewski. Spielmacher Chris Grundmann sorgte mit einer Einzelaktion noch für den Ausgleich. Den Punkt selbst verdankten die Mittelhessen ihrem Torhüter Jan Wüst, der erst einen Tempogegenstoß von Backs parierte, dann gegen den völlig freien Petr Hruby zur Stelle war und nach Ablauf der regulären Spielzeit noch einen schwierigen Freiwurf von Merlin Kothe entschärfte.

Dem war eine ausgeglichene Partie vorausgegangen. „Wir standen in der ersten Halbzeit in der Abwehr nicht gut, aber waren dafür im Angriff sehr effektiv“, bilanzierte Sviridenko. Die Gäste mit dem früheren Hüttenberger Bundesliga-Spieler Sven Pausch verstrickten sich hingegen häufig in Einzelaktionen und profitierten von der individuellen Qualitäten ihrer Halben Patrick Heil und Maximilian Rühl. Bis zum 21:21 (40.) verlief die Partie ausgeglichen, dann setzte sich Pohlheim in Überzahl erstmals auf 25:22 (46.) ab. Bevor die Gäste in den letzten Spielminuten ihre Offensivbemühungen fast gänzlich einstellten und das Unentschieden glücklich über die Zeit retteten. • MT II: Paske (28.-51. Min., 4 Paraden/10 Gegentore), Meyfarth (1.-28., 51.-60., 9/19) – Rulff, Hruby 3, Krug, Bärthel 1, Kothe 6, Ignatow 4/2, Feuring 5, Weiß 4, Gisbrecht 3, Backs 2, Grolla 1. Pohlheim: Schlegel (1.-26., 7/15 Gegentore), Wüst (26.-60., 19/14) – Heil 5, Happel, Rühl 3, Schuster, Erdmann 2, Niclas 2, Hirz 1, Pausch 4, Lex 4, Grundmann 7/4, Träger 1. Siebenmeter: 2/4:4/4. Zeitstrafen: 4:6 Minuten. SR: Fuchs/Hass - Zuschauer: 75

Von Marcel Glaser

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