Oberliga: Gensungen ohne Otto in Pohlheim

Koch: Jetzt kommen die geilen Spiele

Jan-Hendrik

Gensungen. „Wir haben unser Saisonziel bereits erfüllt“, sagt Thomasz Jezewski von der SG Pohlheim und lacht dann. Was er damit meint: Am Freitag gewann der Handball-Oberligist das Derby bei der SG Kleenheim 27:26. „Nach elf Jahren haben wir dort zum ersten Mal gewonnen“, erzählt Jezewski. Dabei war das Derby noch einen Ticken dramatischer als der Sieg der ESG Gensungen/Felsberg gegen Spitzenreiter Bruchköbel (29:28). Denn Rückraumspieler Chris Grundmann traf nach Ablauf der Spielzeit mit einem direkt verwandelten Freiwurf.

Beide Teams treffen also am Samstag in Pohlheim (20 Uhr) mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein aufeinander. Wobei die Ansage von Gensungens Kapitän Christoph Koch an seine Teamkollegen unmissverständlich ist. „Jetzt kommen die geilen Spiele“, sagte der Kapitän nach dem Sieg gegen Bruchköbel und verwies auf die anstehenden Derbys gegen Melsungen und Vellmar und eben - Pohlheim.

Beide Teams hinken den Saisonzielen etwas hinterher. „Wir haben dreimal Unentschieden gespielt, mussten drei neue Leute einbauen. Der erste Platz ist aber noch nicht weit weg“, sagt Jezewski. Für Gensungens Arnd Kauffeld zählen die Mittelhessen zu den Aufstiegskandidaten. „Der Rückraum ist einfach mit wahnsinnig erfahrenen Leuten besetzt“, sagt der Trainer, der von solch einer Personalsituation derzeit nur träumen kann.

Denn wirklich fit sind für den Rückraum nur Franco Rossel (links), Benedikt Hütt (Mitte) und Vince Schmidt (rechts). Tim Schneider (rechts) fällt aus, ebenso wie Jan-Hendrik Otto (rechts), der sich die Schulter im Training ausgekugelt hat. Ob Max Pregler (links) schon wieder voll belastbar ist, wird sich erst noch zeigen. „Es wird eng“, weiß der Coach, dass er sich noch einen Ausfall im Rückraum kaum noch erlauben kann.

Im Spiel bei den Mittelhessen wird es vor allem darum gehen, die Aggressivität aus dem Bruchköbel-Coup auf die Platte zu bringen und vor allem mal nicht die ersten 20 Minuten im Tiefschlaf anzugehen. Und dann ist ja da noch dieser Grundmann. Dem bisweilen genialen, manchmal aber auch ziemlich schlechten Rückraumspieler muss die ESG-Abwehr von Beginn an die Freude am Spiel nehmen. (dts) Foto: nh

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