ESG: Wer stoppt HSG-Torjäger Schuhmacher?

Der ESG tritt mit Rückenwind gegen die Wundertüte HSG VfR an 

Jan-Hendrik Otto

Gensungen. Natürlich hat der „Last-Second-Sieg“ in Griesheim Mut gemacht. Schließlich war es im zweiten Versuch der erste Auswärtserfolg der ESG Gensungen/Felsberg in der laufenden Saison der Handball-Oberliga. Trotzdem sieht Trainer Kauffeld seine Schützlinge gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden keineswegs in der Favoritenrolle. Schließlich stellt sich im zweiten Heimspiel (Sa. 19.30 Uhr Kreissporthalle Gensungen) der aktuelle Tabellenführer vor.

Oder auch die „Mannschaft der Stunde“, die wohl niemand nach der schwachen letzten Saison (9.) auf seiner Rechnung hatte. Selbst HSG-Trainer Sikara-Schermuly nicht, der angesichts einer durchwachsenen Vorbereitung vom Fabelstart seiner „Wundertüte“ überrascht wurde. Trotzdem haben die drei Siege die Stärken der verjüngten Wiesbadener Mannschaft offenbart: ein unbändiger Siegeswille, eine ungeheure personelle und spieltaktische Flexibilität im Rückraum, mit Torjäger Johannes Schuhmacher (schon 27 Treffer) eine feste und bisweilen spielentscheidende Größe sowie mit Marc Kunkel, Niklas Weissbrod und Vincent Robinson drei Torhüter mit unterschiedlichen Qualitäten, die André Sikara-Schermuly erfolgversprechend einzusetzen weiß.

Aber auch der hält den Ball flach, warnt seine Schützlinge vor einer „aggressiven 6:0-Deckung“ sowie vor dem „gefährlichen Gensunger Gegenstoß.“ Genau darauf wollen die Gastgeber erneut bauen. In der Hoffnung, dass Tim Schneider, Franco Rossel und Vince Schmidt im Positionsangriff auf den Halbpositionen der Durchbruch gelingt. „Ihnen fehlt nur ein Erfolgserlebnis“, setzt Arnd Kauffeld auf seine Youngster.

Ein anderer hat sich schon fast frei geschwommen. Maik Gerhold nämlich, im Mittelblock eine feste Größe und im Angriff immer für kuriose Tore gut. Mit dem 19-Jährigen als zweiten Kreisläufer hat der Gensunger Coach eine weitere Offensivoption, die der spielfreudige Regisseur Benedikt Hütt zusammen mit Rückraum-Kollege Max Pregler sehr gut angenommen hat. Darüber hinaus winkt dem wieder genesenen Neuzugang Jan-Hendrik Otto die Heimpremiere. In punkto personeller Flexibilität kann es die ESG also durchaus mit der Wundertüte aufnehmen.(ohm)

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