Gensungen/Felsberg: Dank Verjüngung mehr Potenzial und mehr Unsicherheit

Spannende Aufbausaison

Der ESG-Trainer Arnd Kauffeld (Mitte) und seine Neuzugänge: (hinten v.l.) Vince Schmitt, Maik Gerhold, (vorn) Jan-Hendrik Otto und Mark Potthof. Foto: Hahn

Gensungen. Selbst der Trainer ist gespannt. „Das könnte eine spannende Saison werden“, sagt Arnd Kauffeld. Denn: „Wir haben mehr Potenzial in der Pipeline, aber auch mehr Ungewissheit.“

Gemeint ist die ESG Gensungen/Felsberg, die mit einem verjüngten Kader in ihre vierte Oberliga-Saison geht. Die wird zeigen, was von der Wechselbilanz zu halten ist. Quantitativ ausgeglichen - vier Spieler gingen und vier kamen - sind die qualitativen Auswirkungen noch lange nicht abzuschätzen. Klar ging mit Marvin Gabriel, Jens Wiegräfe und Sven Vogel sowohl individuelle Klasse wie auch Erfahrung verloren, doch „mittelfristig“ hält der ESG-Coach einen „Ausgleich“ durchaus für möglich. Dann nämlich, wenn die verpflichteten Talente wie erhofft einschlagen, nach und nach ihre Möglichkeiten erweitern und ausschöpfen.

Vince Schmidt etwa, 20-jähriger Aufbauspieler aus Korbach. Einer, der als Indianer einer 5:1-Deckung liebend gerne Bälle klaut und der im Angriff mit feiner Technik und dynamischen Antritt zu glänzen weiß, dem es aber noch an Durchschlagskraft fehlt. Einer, der schon nahe dran ist an der Stammsieben, in der er sich mit Franko Rossel die Position im linken Rückraum teilen soll. Einem weiteren Youngster, der in seinem zweiten Jahr bei den Edertalern dank der Erfahrungen aus dem ersten auf einen Leistungsschub hofft.

Oder Maik Gerhold. Der 19-Jährige aus der Bundesliga-A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, der sich in der Vorbereitung als „positive Überraschung“ (Kauffeld) entpuppte. Weil sich der kräftige Nachwuchsmann gleich mal für den Mittelblock der 6:0-Deckung empfahl. „Er hat die Veranlagung, aber auch den nötigen Bock für defensive Aufgaben“, konnte sein neuer Trainer erfreut feststellen. Dazu kommen dank Gerholds Schnelligkeit enorme Umschaltqualitäten. Auf Rechtsaußen schickt sich Jan-Hendrik Otto (21) an, den Sprung von der Bezirksoberliga in die Oberliga dank engagierter Trainingsarbeit relativ zügig zu schaffen.

Ausgerechnet der erfahrenste Neuzugang braucht wohl die längste Anlaufzeit. Mit Mark Potthoff rechnet Arnd Kauffeld aufgrund konditioneller Probleme nämlich erst ab November, dann aber soll der 31-jährige Linkshänder, den er schon zu Drittliga-Zeiten bei Eintracht Baunatal unter seinen Fittichen hatte, den rechten Rückraum und auch die Abwehr verstärken. Macht den Weg frei für Max Pregler, der auf dieser Position in der letzten Saison häufig aushelfen musste, nun aber zusammen mit Benedikt Hütt als Lenker des Gensunger Spiels vorgesehen ist. Laut Kauffeld ein „guter Entscheider“, aber auch prädestiniert für die Übergänge an den Kreis, die sich als wirksames Mittel im ESG-Angriff etablieren könnten.

Auch aufgrund der Regeländerungen, die ein häufiges Überzahlspiel ermöglichen. „Das könnte für uns ein Vorteil sein“, mutmaßt Kreisläufer Christoph Koch. Der Kapitän hält das Aufstiegsziel angesichts des (kleinen) Umbruchs für „vermessen“, will die 3. Liga aber keineswegs abschreiben: „Wichtig ist, das wir uns weiter entwickeln, um dann mittelfristig angreifen zu können.“ Eine Aufbausaison also, die die Frage nach der Wechselbilanz letztlich positiv beantwortet.

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