Handball-Oberliga: MT II dreht Nordhessen-Derby beim 27:25 - und verliert mit 33:34

Unvollendete Aufholjagd

Ab durch die Mitte: MT-Spielmacher Eugen Gisbrecht nimmt es hier gleich mit zwei Gegenspielern - Abraham Icardo (l.) und Peter Petrovszki (r.) - auf. Am Ende musste sich die Bundesliga-Reserve auf der Ziellinie des Derby geschlagen geben. Foto: Schachtschneider

Vellmar. Das erste Nordhessen-Derby der laufenden Saison in der Handball-Oberliga war nichts für schwache Nerven. Nach packenden 60 Minuten unterlag die MT Melsungen II vor 850 Zuschauern beim TSV Vellmar mit 33:34 (13:16). Trotz der vielen Tore in einem rasanten, aber überaus fairen Spiel ragten die Torhüter heraus.

Die Melsunger erwischten einen Fehlstart. Sowohl Cornelius Feuring als auch Merlin Kothe zielten zu genau und trafen Holz, dazu parierte Christian Gumula zweimal gegen die MT-Angreifer. Auf der anderen Seite traf Abraham Icardo einmal per Siebenmeter und zweimal aus dem Feld. Und sorgte so für eine 3:0-Führung der Gastgeber nach sechs Minuten. Nach Daniel Bottes 5:1 war für Melsungens Trainer Georgi Sviridenko schon nach sieben Minuten die erste Auszeit fällig. „Wir haben die ersten zehn Minuten völlig verschlafen“, grantelte Melsungens Übungsleiter.

Schlussmann Gumula blieb weiter das größte Hindernis für eine erfolgreiche Aufholjagd. Immerhin verhinderten die Reflexe von Torsteher Fabian Meyfarth und eine umgestellte (und wesentlich besser funktionierende) MT-Abwehr dafür, dass der Rückstand nicht größer wurde. Fin Backs und Jan Grolla, die bis zum 5:9 (15.) dreimal trafen, hielten ihr Team im Spiel.

Dann drehte Merlin Kothe auf. Dank der fünf Tore des Halblinken kam die Bundesliga-Reserve auf 11:12 heran. Zum Ausgleich reichte es jedoch nicht, weil die MT-Deckung weder Kreisläufer Daniel Botte noch Kevin Trogisch unter Kontrolle bekamen.

Die nächste Aufholjagd direkt nach Wiederanpfiff war erfolgreicher, denn Fin Backs erzielte den Ausgleich zum 19:19 (36.). Von da an war es ein packendes Duell auf Augenhöhe. Vellmar legte vor, Melsungen zog nach. Immer wieder war es die junge Garde um Backs, Ignatow und Grolla, die nervenstark zurückschlug.

Das fünfte Tor des Halbnrechten bescherte dem Gast sogar eine 25:24- Führung gingen, die Florian Weiß auf 27:25 ausbaute (46.). Jetzt war Vellmar an der Reihe, einem Rückstand hinterherzulaufen. Was insbesondere durch Spielmacher Trogisch gelang. Benjamin Gunkel erzielte in der Schlussminute sogar die erneute Führung. Die Melsungen nicht mehr beantworten konnte, weil Dimitri Ignatow mit dem letzten Wurf an Gumula scheiterte.

„Schade, eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen“, ärgerte sich MT-Trainer Georgi Sviridenko. Während sein Kollege Andreas Paul stolz auf die Leistung seiner Mannschaft war: „Wir haben uns das Glück heute erkämpft“. • MT II: Meyfarth (19 Paraden, 32 Gegentore), Paske (bei zwei Siebenmetern, 0/2); Rulff, Hruby 4, Bärthel, Kothe 6, Ignatow 5/1, Damm, Feuring 1, Weiß 2, Gisbrecht 1, Backs 8, Petersen, Grolla 6. TSV: Gumula (18/33), Becker (n. e.); Menche, Otto, Stumbaum 2, Icardo 9/6, Brückmann, Trogisch 8, Botte 6, Kiebach, Steiner 1, Gunkel 6, Petrovszki 2, Körber. SR: Kaplan/Scheld. Strafzeiten: 0:2-Minuten. Siebenmeter: 1/1:6/6.

Von Michel Koch

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