Handball-Oberliga der Männer: TSV unterliegt dem Tabellenführer knapp mit 28:31

Vellmar bietet lange Paroli

Frei gespielt: Daniel Botte erzielt einen seiner vier Treffer für den TSWV Vellmar gegen die SG Bruchköbel. In der Mitte der SGer Sergej Zutic, hinten Jannik Steiner. Foto: Fischer

vellmar. Der Tabellenführer wankte, aber er fiel nicht. Bei der 28:31 (13:17)-Niederlage der Oberliga-Handballer des TSV Vellmar gegen die SG Bruchköbel wäre für die nordhessischen Gastgeber sicher mehr drin gewesen. Doch der TSV verschlief die Anfangsphase der Partie.

So lag Vellmar schnell 2:7 (8.), 8:13 (17.) und 10:15 (23.) zurück. Diesem schlechten Start und dem daraus folgenen Rückstand lief die Mannschaft von Trainer Andreas Paul die gesamte Spielzeit nach.

Ab der 40. Spielminute fing der TSV Vellmar aber an, an der möglichen Sensation zu arbeiten. Immer wieder parierte der starke Christian Gumula im Tor, packte die Abwehr entscheidender zu und immer wieder gelang es auch dem Vellmarer Angriff einzulochen. Vor allem Kevin Trogisch zeichnete sich dabei aus. Und das gegen den früheren tunesischen Nationaltorhüter Iteb Bouali.

So wurde aus der klaren Führung der SG Bruchköbel ein 22:22 (49.) und dann sogar ein 23:22 (50.). Nach dem 1:0 und dem 2:1 die dritte Führung des TSV im Spiel. Aber Bruchköbel konterte gekonnt und kraftvoll.

Noch zweimal gelang es zwar Vellmar die Führung der Gäste auszugleichen, aber zu mehr reichte es nicht. Dem TSV Vellmar fehlte in dieser Phase die Abgeklärtheit, um einen Gegner wie den Tabellenführer zu schlagen. Hinzu kam, dass die Unparteiischen Gölzer/Stalev (Eddersheim) zu diesem Zeitpunkt eher pro SG Bruchköbel entschieden.

„Wir sind das gesamte Spiel der verschlafenen Anfangsphase hinter gelaufen“, sagte TSV-Trainer Andreas Paul. „Und als wir endlich ausgeglichen hatten, fehlte uns die Cleverness, um mehr daraus zu machen. Ein Unentschieden wäre nicht unverdient gewesen.“

Abgesehen von der Anfangsphase stellte sich der TSV Vellmar vor 450 Zuschauer in der Großsporthalle mit einer akzeptabel Leistung vor. Und das gegen einen Gegner wie die SG Bruchköbel.

Fast alle Spieler haben Gardemaß, sind im Angriff nur schwer zu bremsen und in der Abwehr bilden sie ein festes Bollwerk. Dazu kommt der bereits erwähnte Keeper Iteb Bouali.

Da hat die SG die Mätzchen des Michael Nath, der einige Male unliebsam auffiel, eigentlich gar nicht nötig.

TSV: Gumula, Botthof; Menche, Otto, Stumbaum 3, Rochel Icardo 4/3 Brückmann, Trogisch 10, Botte 4, Kiebach, Steiner 2, Gunkel 5

Von Peter Fritschler

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