Oberliga: Benedikt Hütt sieht Rote Karte

ESG wacht zu spät auf

Benedikt

Münster. Wieder einmal nichts zu holen gab es für Handball-Oberligist ESG Gensungen/Felsberg beim Gastspiel in Münster. Die 27:31 (11:19)-Niederlage beim Kellerkind lässt die Edertaler selbst in die untere Tabellenregion rutschen.

Knackpunkt war die erste Hälfte, in der den Nordhessen nicht viel gelang. „Wir haben uns von der teils grenzwertigen Spielweise der Münsteraner Deckung den Schneid abkaufen lassen“, fasste Co-Trainer Mario Schumacher die Angriffsbemühungen der ersten Hälfte zusammen. Zwar stimmten die Kreuzbewegungen, aber die Auftakthandlungen wurden nicht konsequent zu Ende gespielt. „Wir haben deren Abwehr nicht in Bewegung gebracht“, monierte Schumacher.

Vor allem die rechte Angriffsseite fand gar nicht statt. Weder Tim Schneider im Rückraum, noch Jan-Hendrik Walther konnten ihre Normalform abrufen. Der Gastgeber zeigte sich hingegen hellwach und aggressiv. So leiteten die Südhessen auch viele Tore über die erste und zweite Welle ein.

Im Positionsangriff hatte die ESG den Gegner zwar weitestgehend im Griff, allerdings stimmte die Torhüterleistung in den ersten 30 Minuten nicht. Marc Lauterbach und Stephan Wicke hielten gerade mal einen Ball. Mit der Hypothek von einem Acht-Tore-Rückstand ging es schließlich in die zweite Hälfte.

Dort zeigte sich die ESG in allen Bereichen verbessert und startete eine Aufholjagd. Stark agierten nun Franco Rossel und der angeschlagene Max Pregler im Rückraum. Die Schlüsselszene ereignete sich in der 44. Minute. ESG-Spielmacher Benedikt Hütt wird bei einem Gegenstoß von seinem Gegenspieler mit beiden Fäusten vom Feld gerammt, kommentiert die unfaire Aktion, was die Schiedsrichter als Beleidigung werten und den Rückraumspieler direkt zum Duschen schicken. „Da hätte ich mir mehr Fingerspitzengefühl gewünscht“, so Schumacher. Zehn Minuten vor Schluss ging auch noch Maik Gerhold nach einem Faustschlag zu Boden und die Aufholjagd war gestoppt. (dts) • ESG: Lauterbach, Wicke - Bauer 2, Rossel 3, Gerhold 1, Hütt 1, Schmidt 1, Pregler 6/2, Otto 5/4, Schneider, Koch 6, Walther, Pollmer 2. SR: Fouca/Walter - Z. 250. Disqualifikation: Hütt (44.)

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